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Live-Wetten: LHStv.in Prettner will auch in Kärnten Verbot diskutieren

07.02.2015
Von Experten attestiertes enormes Suchtpotential ernst nehmen - Kärntner Suchtbeirat soll sich mit Thema auseinandersetzen - Österreichweit einheitliche Regelung wäre sinnvoll
Nachdem in Vorarlberg Live-Wetten bereits verboten sind und nun auch in Tirol ein Verbot gefordert wird, will auch Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner über ein Verbot diskutieren. Sie wird den Kärntner Suchtbeirat mit dem Thema befassen und regt eine österreichweit einheitliche Regelung an. "Wir brauchen im Bereich der Suchtprävention keine Insellösungen, sondern klare nachvollziehbare Regeln für ganz Österreich, um die Menschen wirklich wirksam vor Spielsuchterkrankungen zu schützen", so Prettner heute, Samstag. Die Gesundheitsreferentin fordert auch langfristig ein österreichweites Verbot des Kleinen Glücksspiels.

Live-Wetten, bei denen beispielsweise darauf gesetzt werden kann, wer den nächsten Einwurf bekommt oder das nächste Foul begeht, hätten laut Experten ein enormes Suchtpotential, weil die Kontrolle über die Einsätze schnell verloren geht und weder Strategie noch Analyse oder Wissen helfen.

"Die immer weiter steigenden Zahlen spielsuchtkranker Menschen und die damit verbunden Einzel- aber auch Familienschicksale müssen von der Politik ernst genommen und als Auftrag gesehen werden. Es kann und darf nicht sein, dass Unternehmen, Konzerne aber auch das Finanzministerium Geschäfte mit dem Unglück zehntausender Österreicherinnen und Österreicher machen", so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schäfermeier/Sternig