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WIRTSCHAFT

8,5 Prozent Tourismus-Plus bei Jänner-Ankünften

20.02.2015
Jänner-Tourismusergebnis solide - + 0.9 Prozent bei Übernachtungen und immerhin + 8,5 Prozent bei Ankünften - LR Benger: „Wir waren schon besser“
Ein Plus bei Ankünften und Übernachtungen für den Kärntner Tourismus bescherte der Jänner. Das gab Tourismusreferent LR Christian Benger heute, Freitag, bekannt.

Das Übernachtungs-Plus von 5,2 Prozent der Inlandsgäste hat das Minus (-1 %) ausländischer Urlauber wesentlich kompensiert, obwohl die Auslandsübernachtungen 69 Prozent der gesamten Übernachtungen betragen. Zu den Rückgangs-Ländern zählen Deutschland (-4,2%), Ungarn (-10,9%) oder Kroatien (-4,3%). Zufrieden zeigt man sich mit Gästen aus Italien, das Nächtigungs-Plus liegt bei 7,7 Prozent. Auch um 32,5 Prozent mehr Polen übernachteten im Jänner in Kärnten.

Beachtlich ist jedoch der Zuwachs bei den Ankünften: 8,5 Prozent mehr konnten im Jänner 2015 gezählt werden im Vergleich zum Jänner 2014. „Das Nächtigungs-Plus ist solide, die gestiegenen Ankünfte machen Freude. Aber in Summe haben wir Gas zu geben. Das ist kein Ergebnis zum Ausruhen. Kärnten war schon viel besser“, sagte der Tourismuslandesrat.

2015 sei das zehnthöchste Nächtigungsergebnis seit es statistische Aufzeichnungen gibt, bei den Ankünften wurde im Jänner das vierthöchste Ergebnis erzielt. Klar habe sich der Wettbewerb verschärft, doch müsse laut Benger Kärnten seine Wettbewerbsfähigkeit bei Angeboten und in der Qualität weiter ausbauen.

Positiv sei das gesamte bisherige Winterhalbjahr verlaufen. Das Nächtigungs-Plus von November bis Jänner betrage 1,4 Prozent. Die geringen Zuwachsraten bei den Übernachtungen im Vergleich zu jenen der Ankünfte sei weiters ein Indiz für den Trend der Kurzurlaube. Inländische Gäste bleiben im Schnitt 3,4 Tage in Kärnten, jene aus dem Ausland bleiben 5,2 Tage.

Unter den 20 nächtigungsstärksten Gemeinden konnten zehn Gemeinden ein positives Nächtigungsergebnis erzielen: Hermagor-Pressegger See (+8,1%), Bad Kleinkirchheim (+2,7%), Rennweg (+1,5%), Weißensee (+2,5%), Steindorf (+0,1%), Mallnitz (+7,9%), Seeboden (+14,3%), Flattach (+10,9%), Gitschtal (+13,8%) und Bad Bleiberg (+1,1%).

Einbußen mussten u.a. Villach Stadt (-3,1%), Heiligenblut (-2,4%), Reichenau (-5,2%), Treffen (-24,6%), Finkenstein (-3,4%), Klagenfurt am Wörthersee (-4,5%), Krems in Kärnten (-16,0%), Wolfsberg (-1,1%), Ossiach (-12,5%) und Althofen (-3,3%) hinnehmen.

Rund 25 Prozent der Nächtigungen der Inlandsgäste entfallen auf die Steiermark (+21,4%), 20 Prozent auf Gäste aus Wien (+3,8%) und 17 Prozent auf die aus Niederösterreich (+5,5%). 46.860 Inländernächtigungen (-7,8%), wurden durch Gäste aus Kärnten erzielt.

Der Anteil der Gäste aus Deutschland (187.498; -4,2%) an den Ausländernächtigungen beläuft sich auf 34,9 Prozent. Davon entfallen nach den deutschen Bundesländern rund 22 Prozent auf die Gäste aus Mitteldeutschland (-2,9%) und jeweils 21 Prozent auf jene aus Bayern (+3,5%) und aus Nordrhein-Westfalen (-17,9%). Rund 12% der Nächtigungen ausländischer Gäste wurden von den Gästen aus Ungarn (-10,9%), 9 Prozent von jenen aus Kroatien (-4,3%) und 8 Prozent von den Gästen aus den Niederlanden (-0,9%) erzielt.

Bei den Unterkünften haben die 4-Sterne, 4-Sterne+ - und die 5-Sterne-Betriebe wieder Zuwächse erzielt.
 
Übernachtungen nach Unterkunftsarten: 12.030 (+3,1%) 5-Stern - 15.758 (+5,2%) 4-Stern Superior - 266.417 (+4,2%) 4-Stern - 165.699 (-1,8%) 3-Stern - 28.660 (-18,2%) 2/1-Stern-Betriebe - 112.644 (+0,9%) gewerbliche Ferienwohnungen und -häuser.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger