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WIRTSCHAFT

Gut beraten auf der Häuslbauermesse 2015

20.02.2015
LH Kaiser, LR Holub, LR Benger und LR Köfer bei Eröffnung
Auf 35.000 Quadratmetern zeigen 460 Aussteller aus sechs Nationen auf der Häuslbauermesse Klagenfurt an diesem Wochenende alles von der Planung des Hauses über Bau und Renovierung bis hin zu maßgeschneiderten Energie- und Finanzierungslösungen. Heute, Freitag, erfolgte die offizielle Eröffnung durch Landeshauptmann Peter Kaiser. Er ging besonders auf das barrierefreie Bauen ein, das die gleiche Bedeutung wie ökologisches und energiebewusstes Bauen haben sollte. Die Lebenserwartung der Menschen steige immer weiter, man müsse nachhaltige und flexible Voraussetzungen schaffen, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Energielandesrat Rolf Holub machte in seiner Rede auf die Energieberatungen des Landes aufmerksam.

Kaiser ging am Beginn seiner Eröffnungsrede auch auf einige von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl angesprochene Punkte ein. Er strich Kärntens Förderungen im Energiebereich und die Winterbauoffensive hervor, außerdem zeigte er den hohen Anteil öffentlicher Investitionen im Bauwesen auf. Kärnten spare intelligent und investiere in konjunkturbelebende Bereiche. Zur ebenfalls von Leitl aufs Tapet gebrachten Steuerreform merkte Kaiser an, dass man hier gemeinsam und mit Augenmaß vorgehen müsse. Die breite Masse der Österreicherinnen und Österreicher müsste mehr Netto vom Brutto im Geldbörserl haben. Entlastet werden müssten Arbeitsplätze schaffende Betriebe, vor allem kleine und mittlere. Offen diskutieren sollte man den Umgang mit „totem Kapital“, 440 Milliarden Euro würden in Österreich ungenützt auf Sparkonten liegen.

Holub wollte mit seinen Worten Bewusstsein für den effizienten Einsatz von Ressourcen und Mitteln schaffen. Er strich den Kärntner Energiemasterplan hervor, ging auf den öffentlichen Verkehr ein und zeigte die hohen Infrastruktur- und Energiekosten für die Gesellschaft durch Häuser im Grünen auf. Der Energielandesrat lud die Menschen ein, sich am Stand der Energieberatung des Landes in der Messehalle 5 zu informieren oder die Energieberatung beim Land Kärnten anzunehmen: „Kommt und lasst euch beraten, ihr könnt bis zu 1.000 Euro im Jahr einsparen.“ Die Energieberatung stehe Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Firmen und Industriebetrieben offen.

Wirtschaftskammerpräsident Leitl sagte, dass er vor 40 Jahren selbst Aussteller auf der Messe in Klagenfurt war. Obwohl die Wirtschaftsprognosen allgemein nicht allzu optimistisch seien, gebe es gute Botschaften in Kärnten. Leitl sagte, dass es hier noch nie so viele Betriebe (31.000) und noch nie so viele Betriebsgründungen (2.600) gegeben habe. Kärnten habe auch noch nie so viel exportiert wie heute (6,5 Mrd. Euro). „Das zeigt das Vertrauen in das Land und seine Zukunft“, meinte der Wirtschaftskammerpräsident.

Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider hob die Qualität der Häuslbauermesse hervor. Er verwies u.a. auf die mit dem Land gestartete Wohnbauoffensive in der wachsenden Landeshauptstadt, die auch als Familienstadt zertifiziert sei. Arbeitsplätzesicherung und Wirtschaftspotential erwartet er sich auch vom Biomassekraftwerk, für das es nunmehr Grünes Licht seitens der Behörde gebe.

Branchensprecher und Installateur Rudolf Rattenberger betonte, dass Baugewerbe und Handwerk fair seien. Die Häuslbauermesse 2015 sei für beide ein Gradmesser, hier gelte es, Kunden für Investitionen zu begeistern.

Messepräsident Albert Gunzer sagte, dass man bei der Häuslbauermesse 30.000 Besucher erwarte. Unter den zahlreichen Eröffnungsgästen konnte er seitens der Landesregierung auch die Landesräte Christian Benger und Gerhard Köfer begrüßen. Außerdem waren Schülerinnen und Schüler der HTL Villach anwesend. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Posaunenquartett der Militärmusik Kärnten.

Infos unter www.kaerntnermessen.at


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Holub
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress