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Neuer Gemeindekindergarten Hermagor feierlich eröffnet

20.02.2015
LH Kaiser gratuliert zum gelungenen Neubau – Bedeutung der Elementarpädagogik weiter steigern – Bildung als Zukunftschance
Ein großes Fest stieg heute, Freitag, in der Stadtgemeinde Hermagor. Der ganztags geführte Gemeindekindergarten in der Guggenbergstraße 7 in Hermagor wurde feierlich eröffnet. Hier werden seit mehreren Wochen 75 Kindergartenkindern (drei Gruppen) und 15 Krippenkinder betreut. Das Team mit Leiterin Anita Bachmann an der Spitze besteht aus fünf Kindergartenpädagoginnen, vier Helferinnen, einem Koch, einer Köchin und einer Betreuerin von der AVS.

Zur Eröffnung mit Liedern, Gedichten, einem Theaterstück und Grußworten sowie ökumenischer Segnung und anschließender Besichtigung fanden sich viele Eltern sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein. Allen voran gratulierten Landeshauptmann Peter Kaiser und Bürgermeister Siegfried Ronacher zum gelungenen Bauwerk. Grußworte sprachen auch Kindergartenreferent Vizebgm. Karl Tillian, Schulgemeindeverbandsobmann Vizebgm. Helmut Haas, die Stadträte Christina Ball und Leopold Astner sowie NMS-Schulleiterin Margit Wieser.

Allte betonten die Wichtigkeit solcher Investitionen in die Kinderbetreuung. Die Elementarpädagogik sei der wichtigste Bereich in der Bildungslandschaft, sagte der Landeshauptmann. Die rund 1,5 Mio. Euro, die hier für die Kinder investiert wurden, seien gut investiert. Wer Kinder Paläste baue, der reiße damit Kerkermauern nieder, sagte Kaiser. Er brachte als Geschenk auch Bücher für die Kinderbibliothek mit. „Sie helfen den Kindern dabei ihre Lust am Lernen zu wecken, was wichtig für das ganze Leben ist“, verwies er auf die hohe Verantwortung in der Kleinkindbetreuung.

Kaiser bedauert, dass gerade dieser Bereich in der Gesellschaft nicht das entsprechende Ansehen besitzt. In der Familie und in vorschulischen Einrichtungen würden die entscheidenden Weichenstellungen erfolgen, erklärte Kaiser. Daher setze man sich für den flächendeckenden Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung ein. Seitens der Regierung werde in Bildungsinstitutionen weiterhin verstärkt investiert, denn jede noch so kleine Investition fördere die Chancengleichheit bzw. eine gerechte und solidarisch abgestimmte Gesellschaft. Es gehe um die Stärkung von Rahmenbedingungen für möglichst optimale Bildungschancen von der Elementarbildung bis zu altersgerechter Weiterbildung.

„Bildung ist der mit Abstand wichtigste Rohstoff, den wir unseren Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen. Darin liegen alle Chancen für eine positive Zukunft“, sagte der Landeshauptmann. Kaiser erwähnte die abgeschlossene15a -Vereinbarung des Bundes mit den Bundesländern zum Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung hervor und verwies auf das Barcelona-Ziel der Europäischen Union. „Im Interesse der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen langfristig für unter dreijährige Kinder genügend Bildungs- und Betreuungseinrichtungen geschaffen werden, wobei das Ziel bei 33,3 Prozent liegt. Kärnten hat vom Jahr 2012 (16,5 Prozent) bis zum Jahr 2014 (20 Prozent) hier aufgeholt. Die Bundesmittel führen zu einer flächendeckenden Verbesserung in allen Teilen des Landes und unser Ziel ist es, das Netz noch dichter zu machen“, so Kaiser. Die Betreuungsdichte bei den Kleinstkindern (Null- bis Dreijährige)liegt in Kärnten derzeit bei 70 Prozent. Bei den Drei- bis Fünfjährigen Kindergartenkindern liegt sie bei 86 Prozent und im verpflichtenden Kindergartenjahr bei 99 Prozent.

Nach fast zehnjährigen Diskussionen konnte im Vorjahr der gemeinsame Beschluss gefasst werden, den Kindergarten Hermagor in die Neue Mittelschule (NMS) Hermagor zu integrieren. Die Kosten dieses Projektes betragen rund 1,5 Mio. Euro. Das Land Kärnten finanziert 75 Prozent der Baukosten. Geplant wurde der Bau vom Architektenehepaar Andrea und Herwig Ronacher. Bei diesem Neubau wurde, von der Verkehrslösung, Parkplätzen für Eltern bis zur Zubringung durch den Kindergartenbus alles zufriedenstellend gelöst ist. Ebenso die großräumige und großzügige Außenbereichslösung. Für die Kinder wurde die Benützung des Sportplatzes und Räumlichkeiten – wie Turnsaal usw. – sichergestellt.

Durch die Installierung einer modernen Küche wird auch gewährleistet, dass zukünftig im Kindergarten Hermagor wieder selbst gekocht wird. Als Highlight des funktionellen, freundlichen, modernen Kindergarten sieht Leiterin Anita Bachmann die Kindergartenküche, in der regional, frisch und gesund gekocht werde. Auf Grund der hohen Investitionskosten konnte mit dem Schulgemeindeverbandsobmann Vizebgm. Haas für die nächsten 30 Jahre eine kostenlose Miete vereinbart werden. Für die laufenden Betriebskosten kommt die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See selbst auf.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: fritz-press