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Kinder- und generationenfreundliche Hausordnung

23.02.2015
LHStv.in Prettner: Kinderlärm ist Zukunftsmusik – Miteinander der Generationen soll verbessert werden
 „Wie kinderfreundlich ist Kärnten – wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?“ – Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich eine im Jahr 2014 von Kärntens Jugend- und Familienreferentin LHStv.in Beate Prettner in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnisse klare Handlungsfelder aufzeigten.

„Die brennenden Themen, die sowohl von den befragten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angesprochen wurden, waren zumeist der Wunsch nach gegenseitigem Verständnis und Respekt, oder auch nach kindgerechten Freizeitangeboten sowie einer Verbesserung des „Miteinander Wohnens“. Gerade im mehrgeschossigen Wohnbau häufen sich Spannungsfelder zwischen den Generationen. Vorwürfe, Schuldzuweisungen und Unverständnis für die jeweils anderen bauen Barrieren, die es einzureißen gilt“, so Prettner über einige Teilergebnisse der Studie.

Aus den abgeleiteten Handlungsfeldern konnte nun bereits eine Maßnahme umgesetzt werden, indem in Kooperation zwischen Land Kärnten, Kinder- und Jugendanwaltschaft und dem Familienservice der Stadt Klagenfurt gemeinsam mit Vertretern mehrerer Hausverwaltungen, Bauträgern und Städteplanern an einer kinder- und generationenfreundlichen Hausordnung gearbeitet wurde. Diese wurde heute, Montag, von Prettner gemeinsam mit Klagenfurts Stadträtin Andrea Wulz, Astrid Liebhauser (Kinder- und Jugendanwältin), Daniela Obiltschnig (Familienbeauftragte Klagenfurt) und Tatjana Dobaj (Landeswohnbau Kärnten) der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Ergebnis der konstruktiven Zusammenarbeit ist eine „illustrierte Hausordnung“, die ab sofort den Hausverwaltungen, Genossenschaften und Bauträgern als Download zur Verfügung gestellt wird und sich als Ergänzung zur jeweils geltenden Hausordnung versteht. „Wir wollen gemeinsam einen Beitrag leisten, dass der Umgang miteinander im gemeinsamen Wohnraum kinder- und generationenfreundlicher wird. Umsetzen müssen dies jeweils die Menschen selbst, doch wir liefern den Anstoß indem wir auf die häufigsten Spannungsfelder bildhaft eingehen", erklärt Wulz die Intention von Stadt und Land.

„Die Illustration befasst sich mit den häufigsten Konfliktherden des Miteinanderwohnens und will durch positives Mitdenken Konflikte vermeiden bzw. entschärfen“, führt Liebhauser aus. Sie betont die Notwendigkeit der Rücksichtnahme aufeinander für ein gutes Miteinander. Mit der kinder- und generationenfreundlichen Hausordnung sei eine von vielen Maßnahmen umgesetzt worden, die Kärnten zu einem noch familien-, kinder- und generationenfreundlicheren Bundesland machen sollen, betont Prettner.

„Kinderlärm ist Zukunftsmusik! Wir wollen unseren Kindern Raum geben, um sich glücklich zu entfalten und zu selbstbewussten Erwachsenen heranzuwachsen. Dabei ist ein positives Miteinander, Verständnis und Rücksichtnahme ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild eines familienfreundlichen Kärntens“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb
Fotohinweis: Büro LHStv. in Prettner