Presseaussendungen

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Naturpark Dobratsch präsentiert Arbeitsprogramm 2015

23.02.2015
LR Ragger: „Stärken stärken, Stärken ausbauen“ – 14 konkrete Maßnahmen für das kommende Jahr
Das Team des Naturpark Dobratsch präsentierte heute, Montag, sein Arbeitsprogramm für 2015. Das Jahr steht unter dem Motto: „Stärken stärken, Stärken ausbauen“. Die Naturpark Verantwortlichen rund um Landesrat Christian Ragger haben zu den Themenfeldern touristische Projekte, Erlebnisprogramme für Einheimische und Gäste, Naturschutz und Forschung sowie Bildungsprogramme für Schulen und Kindergärten, 14 konkrete Maßnahmen ausgearbeitet, die 2015 umgesetzt werden. „Nachdem sich der Naturpark Dobratsch in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Ausflugsziele und Naherholungsgebiete Kärntens entwickelt hat, möchten wir im heurigen Jahr diese Kernkompetenz weiter ausbauen sowie im Bereich Forschung und Naturschutz Maßnahmen setzten“, betonte Christian Ragger heute, Montag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz aller Naturparkverantwortlichen in Villach.

Der Dobratsch-Rundwanderweg, der im letzten Jahr eröffnet wurde, hat alle Erwartungen übertroffen und sich als einer der beliebtesten „Kurzen Weitwanderwege“ Kärntens etabliert. „In Zusammenarbeit mit dem Tourismus arbeiten wir hier ein Partnerbetriebe-Modell aus. Den Gästen möchten wir das besondere kulinarisches Angebot entlang des Weges präsentierten und die Einkehr an den vier Tagesetappen erleichtern. Die Partnerbetriebe profitieren von verstärkter Werbung und höheren Umsätzen“, führte Naturparkvorsitzender Stadtrat Harald Sobe weiter aus.

Ranger-Programme unter dem Titel „Abseits des Rundwanderweges“, eine neue Wanderkarte mit einem Dobratsch Rundwanderweg-Stempelpaß und eine Wandernadel runden die Maßnahmen ab. „Die Naturpark Ranger-Programme haben sich auch 2014 großer Beliebtheit erfreut, 6.565 Personen haben daran teilgenommen. Auch für 2015 haben wir wieder viele Highlights ausgearbeitet. So viel kann schon verraten werden: Der Dobratsch-Rundwanderweg, der Dobratschgipfel und die Sagen über den Dobratsch stehen heuer mit neuen Angeboten im Mittelpunkt. Bewährtes wie die Wildtierbeobachtung mit ‚Gams-Garantie‘, die Kanufahrten auf der Gail und die Greifvogelwoche wird es selbstverständlich auch wieder geben“, informierte Ragger.

Der Greifvogelzug über den Naturpark Dobratsch, das jährlich wiederkehrende Naturphänomen mit über 5.000 Vögeln, die den Dobratsch nach Süden überfliegen, bildet einen Fixpunkt im Arbeitsjahr des Naturparks. Erstaunlich ist, dass der Herbstzug der Vögel in den Süden sehr gut erforscht ist, über den Frühjahrzug, also der Rückkehr der Greifvögel von Afrika nach Europa, aber noch wenig bekannt ist. „Diese Wissenslücke möchten wir schließen und haben daher unseren Partner ‚Bird Life Kärnten‘ mit der Erforschung des Frühjahrszuges beauftragt“, so Arnoldsteins Bürgermeister Erich Kessler.

Bereits seit einigen Jahren hat sich der Naturpark Dobratsch dem Schutz der seltenen und gefährdeten Raufußhühner verschrieben. Der Dobratsch stellt als sogenanntes Trittbrettbiotop ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Populationen in den Süd- und Nordalpen dar. Heuer wird ein Monitoring über den Bestand dieser Tierarten im Naturpark durchgeführt. Neben der Schulung der Ranger und Jäger wird es auch möglich sein, dass interessierte Einheimische und Schulen bei dieser wichtigen Forschungsarbeit mitmachen. „Besonderes Augenmerk möchten wir auf die Besucherlenkung legen. Die Bereiche von der Rosstratte bis zum Dobratschgipfel, die Dobratsch-Südwand und die Schütt sollen auf die Besuchernutzung analysiert werden und Maßnahmen zum Schutz wertvoller Naturlandschaften ergriffen werden“, so Kessler weiter.

Die Naturpark Winter-Angebote für Schulen und Kindergärten sind in diesem Winter sehr gut gebucht. Dieses Angebot soll im heurigen Jahr weiter ausgebaut werden. Immer mehr Schulen nutzten den Naturpark als kostengünstige Alternative für Schitage. „Nachdem der Naturpark Dobratsch bereits mit einer Naturpark Schule, drei Naturpark Partnerschulen und einem Naturpark Kindergarten eng zusammenarbeitet, wird heuer diese Kooperation auf die neuen Mittelschulen und die Gymnasien ausgeweitet“, berichtet Nötschs Bürgermeister Johann Müller.

Die Villacher Alpenstraße feiert heuer ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum. Die Straße bildet die Haupterschließung in den Naturpark und ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt. Über die zahlreichen Aussichtspunkte und Kehren erreicht man vom Kärntner Zentralraum bequem in wenigen Minuten den alpinen Lebensraum und kann hier wohl die schönste Aussicht Kärntens genießen. „Wir haben uns für das heurige Jubiläumsjahr zahlreiche Attraktionen ausgedacht. Derzeit arbeiten wir an einer Festschrift, die eine Zusammenschau der Ereignisse an der Villacher Alpenstraße in den letzten 50 Jahren bietet. Im Sommer wollen wir dann ein großes Jubiläumsfest mit zahlreichen Ehrengästen und Preise wie damals veranstalten“, führt Alpenstraßen-Geschäftsführer Johannes Hörl aus.

Die Finanzierung all dieser Maßnahmen ist über eine Basisfinanzierung der Naturpark Gemeinden, über einen Beitrag der Villacher Alpenstraße und über Mittel des Landes Kärnten sichergestellt. „Diese Mittel decken aber nur den benötigten Grundbedarf des Naturparks ab. Eine Weiterentwicklung oder die Umsetzung kostenintensiver Maßnahmen ist damit nicht möglich. Es ist daher unsere Aufgabe, im heurigen Jahr zusätzliche Mittel aus anderen Ressorts wie des Tourismus und EU-Förderungen aus den Bereichen Naturschutz und ländliche Entwicklung zu erhalten. Aber auch der Europäische Sozialfonds soll für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen mit Langzeitarbeitslosen genutzt werden“, führte Ragger aus.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm

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