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„Tabakstrategie“ Kärnten in Landeszielsteuerungsgruppe beschlossen

24.02.2015
LHStv.in Prettner: Rauchen als gesundheitsschädliches Suchtverhalten erkennbar machen und Präventionsarbeit leisten
Heute, Dienstag, fand eine weitere Sitzung der Landeszielsteuerung statt, in der ein weiterer wichtiger Beschluss zur Gesundheitsförderung getätigt werden konnte.

„Als zweites Bundesland nach der Steiermark setzt Kärnten eine Tabakstrategie um, die im Wesentlichen die Suchtprävention in den Vordergrund stellt und das Ziel hat, noch verstärkt Bewusstsein für die Gefahren des Rauchens innerhalb der Bevölkerung zu schaffen“, freut sich Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner über den zukunftsweisenden Beschluss, der die Umsetzung von insgesamt 28 Maßnahmen über einen Zeitraum von fünf Jahren vorsieht. Der Schwerpunkt liegt hierbei in präventiven Angeboten für Kinder- und Jugendliche, bei Bewusstseinsbildungen für Erwachsene und beim Ausbau von Raucherentwöhnungsangeboten.

In die Entwicklung der Tabakstrategie waren neben dem Suchtbeirat des Landes Kärnten auch die Landestelle Suchtprävention, die Ärztekammer, die GKK, die Pulmologische Abteilung am Klinikum Klagenfurt, die regionale Gesundheitsförderung sowie der Öffentliche Gesundheitsdienst eingebunden.

„Die Sensibilisierung für die Gefahren des Rauchens, des Passivrauches und das Angebot von Entwöhnungsangeboten sind Maßnahmen, die auf Länderebene umgesetzt und in Abstimmung aufeinander erfolgen sollen. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion einer rauchfreien Gastronomie wird der Tabakstrategie noch mehr Gewichtung zuteil“, so Prettner, die auf die erfolgreich durchgeführten Kampagnen zum Thema „Rauchen im Auto in Gegenwart von Kindern“ noch weiter aufbauen will.

Für 2015 und 2016 sind zuallererst eine Basisbefragung der Bevölkerung, die Schulung von MultiplikatorInnen sowie Prozessbegleitungen für rauchfreie Schulen geplant. Aber auch regionale Rauchstoppangebote sollen etabliert werden und Betriebe am Weg in eine rauchfreie Zukunft gefördert und sichtbar gemacht werden. Auch die Bewusstseinsbildung für rauchfreie Spielplätze findet sich in der Tabakstrategie wieder.

„Klares Ziel ist eine Bewusstseinsänderung innerhalb der Bevölkerung, die darauf abzielt das Rauchen nicht als gesellschaftsfähiges Laster darzustellen, sondern als tatsächlich ernstzunehmende Suchterkrankung mit massiven Folgeschäden erkennbar macht. Denn Tabakkonsum gilt weltweit nach wie vor als größte einzelne und vermeidbare Todesursache“, macht Prettner deutlich.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb