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Kinderbetreuung: Fünf Millionen Euro für Sprachförderung in Kärntner Kindergärten

25.02.2015
LH Kaiser erfreut über Einigung mit BM Kurz auf neue 15a-Vereinbarung: Damit bekennen sich Kärnten und Bund zum Grundsatz früh fördern statt später reparieren
Mit einer für Kärnten erfreulichen Einigung endete heute, Mittwoch, eine Konferenz der österreichischen Kindergartenreferenten mit Integrationsminister Sebastian Kurz. Wie Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser nach der Konferenz berichtete, haben sich die Bundesländer mit dem Bundesminister darauf geeinigt, die für die kommenden drei Jahre vom Bund zur Verfügung gestellten 60 Millionen Euro im Bereich der Sprachförderung nach einem Co-Finanzierungsschlüssel von 1:2 cozufinanzieren. „Für Kärnten bedeutet das, dass bis 2018 mehr als 5 Millionen Euro in Maßnahmen zur sprachlichen Frühförderungen von Kindern in Kärntens Kindergärten zur Verfügung gestellt werden. Rund 3,4 Millionen Euro (1,12 Millionen Euro jährlich) werden vom Bund und rund 1,7 Mio. (563.800 Euro jährlich) vom Land Kärnten in die Sprachförderung investiert“, erklärte Kaiser.

Grundlage dafür wird eine 15a-Vereinbarung sein, die noch heuer von der Kärntner Landesregierung und vom Kärntner Landtag beschlossen werden muss und rückwirkend von 2015 gilt. Um die Schnittstelle zwischen Kindergarten und Schuleintritt zu verbessern, wird es auch möglich sein, Projekte und Initiativen zu fördern, die im Kindergarten beginnen und bis in die Volksschule reichen. Ziel der Vereinbarung ist, dass Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen, insbesondere jene mit nicht deutscher Erstsprache, beim Übergang zur Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch nach den Bildungsstandards zur Sprech- und Sprachkompetenz zu Beginn der Schulpflicht beherrschen.

„Damit bekennen sich Kärnten und Bund zum Grundsatz früh fördern statt später reparieren. Indem wir Kindern Sprachkompetenz und sprachliche Fähigkeiten vermitteln, schaffen wir die notwendigen gleichberechtigten Startvoraussetzungen für vielfältige Zukunftschancen, sowohl was die weitere schulische und in weiterer Folge die berufliche Zukunft betrifft, als auch was Integration und das Vermitteln von Werten wie Respekt und Miteinander betrifft“, zeigte sich Kaiser erfreut.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm