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Oberstleutnant Scharf kommandiert Stabsbataillon 7

06.03.2015
BM Klug, LH Kaiser und LR Ragger bei offizieller Kommandoübergabe in Klagenfurter Windisch-Kaserne
Das Kommando über rund 500 Soldatinnen und Soldaten des Stabsbataillons 7 in Klagenfurt wurde heute, Freitag, offiziell an Oberstleutnant Harald Scharf übergeben. Die Insignie wurde ihm vom Kommandanten der 7. Jägerbrigade, Brigadier Jürgen Wörgötter, überreicht. Der Festakt in der Windisch-Kaserne erfolgte im Beisein von Verteidigungsminister Gerald Klug und Landeshauptmann Peter Kaiser, auch Landesrat Christian Ragger war seitens der Landesregierung anwesend. Scharfs Vorgänger, Oberst Bernhard Meurers, der das Bataillon 15 Jahre lang geführt hatte, war ebenfalls unter den vielen Ehrengästen.

Kaiser gratulierte dem neuen Kommandanten, der in seiner Rede betont hatte, Kommunikation in beide Richtungen pflegen zu wollen. Das sei wichtig und positiv für die Zukunft, meinte Kaiser und verhehlte nicht, dass Land Kärnten und Bundesheer gerade mit schwierigen Situationen konfrontiert seien. Für beide sei jetzt Zusammenhalt dringend erforderlich. „Wir werden arbeiten und uns bemühen“, konnte er für das Land betonen. Zum Bundesheer meinte er, dass es Leistungen immer be- und erwiesen habe, dafür brauche es die entsprechenden Rahmenbedingungen. „Minister Klug weiß, was er am Bundesheer, den Soldatinnen und Soldaten, aber auch den Kulturträgern hat“, attestierte der Landeshauptmann. „Es wird nicht leicht, aber schauen wir mit festen Blick nach vorne“, betonte er.

Klug meinte über das vielseitige Stabsbataillon 7, dass es in der 7. Jägerbrigade eine Schlüsselrolle innehabe. Es bestehe aus zusammengeschweißten, erfahrenen Soldatinnen und Soldaten. In Scharf sehe er den richtigen Kommandanten, vor allem auch im Hinblick auf die ihn erwartenden Aufgaben. Der Minister meinte, dass Führung heute oft mit Management verwechselt werde. Management bedeute jedoch verwalten, während man beim Führen langfristig denken und die Menschen im Auge behalten müsse. Das Bundesheer müsse schlanker und effizienter werden, sich mehr auf seine Kernbereiche konzentrieren. Klug hob das Investitionspaket mit 616 Mio. Euro hervor, das größte der letzten zehn Jahre: „Das Bundesheer braucht dieses Geld für seine Neuausrichtung und Modernisierung, zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit im In- und Ausland.“ Die Wehrdienstreform sei mit Hochdruck voranzutreiben, investieren werde man in Mobilität und Schutz der Truppe, vor allem in neue Hubschrauber. Die Miliz solle personell deutlich verstärkt und modern ausgestattet werden, erläuterte der Minister.

Brigadier Wörgötter verwies auf die zunehmenden Elementarereignisse und Krisenherde auf der Welt. Sie werden laut ihm Kernaufgaben des neuen Bataillonskommandanten sein, ebenso wie die ressourcenbedingte Neuausrichtung seines Verbandes. Oberstleutnant Scharf will die Strukturanpassungen sachlich, seriös und sozial verträglich umsetzen. Als seine persönlichen Eigenschaften führte er Belastbarkeit, Transparenz, Sachlichkeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen an. Er wolle Vorbild für seine Soldatinnen und Soldaten sein, von denen er auftrags- und lösungsorientiertes Handeln verlangt. Weiters sollten sie Kreativität, Offenheit für Neues, Selbstbewusstsein, Respekt, Disziplin und Ordnung entgegenbringen.

Scharf führt das Stabsbataillon 7 seit 1. Jänner 2015. Der 45-jährige gebürtige Klagenfurter musterte 1991 von der Theresianischen Militärakademie als Truppenoffizier zum Jagdpanzerbataillon 4 in Graz aus und übernahm diverse Kommando- und Stabsoffiziersfunktionen. Ab 1996 diente er in verschiedenen Funktionen im Luftlande-Jägerbataillon 25 in der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt. Ab 2008 war er stellvertretender Kommandant dieses Bataillons. Von Februar bis August 2014 war er als Kommandant des multinationalen Bataillons in Bosnien und Herzegowina eingesetzt. Darüber hinaus sammelte er internationale Erfahrungen im Kosovo. Scharf ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Das Stabsbataillon 7 ist der Führungs- und Unterstützungsverband der 7. Jägerbrigade. Es ist in der Windisch- und Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt sowie in den Garnisonen Bleiburg und Graz beheimatet.

Bei der Kommandoübergabe waren seitens der Landesverwaltung Landesamtsdirektor und Oberst der Miliz Dieter Platzer sowie die Bezirkshauptleute Claudia Egger, Gert Klösch und Johannes Leitner anwesend. Aus der Steiermark war Militärkommandant Brigadier Heinz Zöllner gekommen, Oberst Erhard Eder kam als stellvertretender Kärntner Militärkommandant. Ebenfalls anwesend waren viele Vertreter der Einsatz- und Rettungsorganisationen, des öffentlichen Lebens, der Kirchen, der Traditions- und Heimatverbände. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Militärmusik Kärnten unter Oberst Sigismund Seidl.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Militärkommando Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress