News

LOKAL

Jahr des Brauchtums: Schwerpunkt ist Aus- und Weiterbildung

07.03.2015
Kulturlandesrat Benger initiiert mit ARGE Volkskultur Bildungstage – Vereinsgesetz braucht dringend Reparatur
Das Jahr 2015 hat Kulturreferent LR Christian Benger unter das Motto „Brauchtum-Heimat-Tradition“ gestellt. Es sei laut Benger höchst an der Zeit, die ursprüngliche Bedeutung des Brauchtums in Kärnten wieder hervorzuheben. „Über 100.000 Kärntnerinnen und Kärntner in 1.600 Vereinen pflegen freiwillig und ehrenamtlich das Kärntner Brauchtum und geben damit unserer Heimat die Seele. Denn Brauchtum schafft Identität, schafft den Stolz auf unsere Heimat“, betonte Benger heute, Samstag.

Deshalb sei das Jahr 2015 auch als Jahr des Brauchtums in der Volkskultur deklariert worden. Ziel sei die Vernetzung von Kulinarik bis hin zum Tourismus. „Wir wollen nicht nur das Ehrenamt hervorheben, sondern unser typisches Kärnten auch für Gäste erlebbar machen“, erklärte Benger. Dabei werde auf zwei Schwerpunkte gesetzt. „Wir wollen die Jugend für die Heimat, für die Traditionen begeistern und wir setzen auf Aus- und Weiterbildung und damit auf eine Qualitätsoffensive in den Vereinen.“

Eine der Maßnahmen im Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung seien die Bildungstage, die gemeinsam mit der ARGE Volkskultur entwickelt worden sind. „Auch unsere Funktionärinnen und Funktionäre in den Vereinen sind täglich konfrontiert mit Gesetzen, Auflagen, Vorschriften. Der Dschungel wurde in den letzten Jahren immer dichter“, so Benger. Daher habe gestern (6. März) der erste Bildungstag der ARGE Volkskultur stattgefunden. Infos zu GKK-Vorgaben und –Pflichten, konkret zum Meldewesen bei Veranstaltungen, zu Nachweisen von Subventionen und Rechnungslegungen, zu den neuen Förderrichtlinien der Kulturabteilung seien Thema gewesen. Ein weiterer Bildungstag werde im Herbst stattfinden, kündigte der Kulturreferent an.

Weiterbildung sei laut Benger gut und wichtig. „Aber von Seiten der Politik besteht dringender Handlungsbedarf. Gesetze sind nur so gut, wie sie in der Praxis lebbar sind. Beim Vereinsgesetz haben wir großen Reparatur-Bedarf. Das gehen wir jetzt im Landtag an, die entsprechenden Schritte wurden in die Wege geleitet“, wies Benger hin. Denn Vereinsmitglieder, die freiwillig Brauchtum und Tradition lebten, sollen nicht Anwälte benötigen, um ein Fest zu veranstalten zu können. „Diese Feste gehören zu unserer Kultur, schaffen Identität und machen Kärnten auch für Gäste erlebbar“, zeigte sich Benger überzeugt.

Die ARGE Volkskultur umfasst 21 Kärntner Verbände und Institutionen aus dem Bereich Volkskultur und Brauchtum.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig
Fotohinweis: Büro LR Benger