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Betriebliche Gesundheitsförderung hält Einzug in Kärntner Landesverwaltung

10.03.2015
Pilotprojekt startet in Abteilung 9 und BH Feldkirchen - LH Kaiser, und LHStv.in Prettner stellten sich Fragen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung“ - Eigene Charta unterzeichnet
"Gesund zur und von der Arbeit gehen". Das ist das Ziel der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), die seit heute, Dienstag, auch im Land Kärnten in der Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) und der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen bis 2017 als Pilotprojekt verankert ist und für die eine Charta unterzeichnet wurde. Bei der Präsentation und Kick-off-Veranstaltung unter dem Namen „Gesund @Land“ im Klagenfurter Konzerthaus waren seitens des Regierungskollegiums Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner vor Ort. Sie nahmen in einer Interviewrunde dazu Stellung und skizzierten ihre Vorstellungen und Ziele.

„Eine gesunde Landesverwaltung, gesunde Landesbedienstete sind Leistungsträger. Sie haben Spaß an der Arbeit und können die vielen ihnen gestellten Aufgaben bestmöglich erfüllen. Jeder Einzelne hat eine hohe Verantwortung auch gegenüber der eigenen Gesundheit und daher sind gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz wichtig“, betonte der Landeshauptmann. Vorbeugen, vorsorgen und die Prophylaxe würden nicht nur zu Gesundheitsstärkung und Prävention beitragen, sie sind auch ein Beitrag zur Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterzufriedenheit“, so Kaiser. Die Wahl auf die Abteilung 9 und der BH Feldkirchen für das Projekt sei auch auf Grund der großen Serviceorientierung in beiden maßgeblich gewesen.

Für Prettner ist die betriebliche Gesundheitsförderung auch ein Mehrgewinn. „Mit ihr und der aktiven Teilnahme der Mitarbeiter wollen wir ein gesundes Arbeitsklima schafften. Schließlich verbringt jeder Arbeitnehmer zwei Drittel seiner Lebenszeit am Arbeitsplatz“, sagte die Gesundheitsreferentin. Sie hob zudem hervor, dass der Arbeitnehmerschutz und die Betriebliche Gesundheitsförderung einander nicht ausschließen würden.

Die zahlreichen Vorteile der Betrieblichen Gesundheitsförderungen strichen auch die Projektpartner hervor. Martina Petracek-Ankowitsch von der BVA nannte das Projekt ein große Chance für alle Mitarbeiter und sieht es auch als Wertschätzung gegenüber ihnen. Claudia Stumpf von der Kärntner Gebietskrankenkasse betonte, dass seitens ihrer Kasse seit dem Jahr 2000 die Betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt werde: „Wir haben viele Erfahrungswerte und Vergleichswerte“.

Auf positives Echo stößt das Pilotprojekt auch bei Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Abteilungsleiter Volker Bidmon, Bezirkshauptmann Dietmar Stückler und ZPV-Obmann Gernot Nischelwitzer. Für Platzer ist die Betriebliche Gesundheitsförderung keine Modeerscheinung, sondern eine moderne Unternehmensstrategie und ein Referenzprojekt des Landes. Für Bidmon soll sich jeder am Arbeitsplatz wohl fühlen und jeder einzelne Mitarbeiter sollte bewusst mit seiner Gesundheit umgehen. Für Stückler wird das Land, in einer Zeit, wo der Egoismus blüht, mit diesem Leuchtturmprojekt seinem Gesundheitsauftrag gerecht „Die ZPV kämpfte zäh dafür“, so der Bezirkshauptmann. Für Nischelwitzer ist das Pilotprojekt keine Alibigeschichte, sondern bringt allen eine Win-Win-Situation.

Projektleiterin Veronika Burger stellte das Projekt und den Zeitplan im Detail vor. Seitens der Abteilung 9 erreicht man 646 MitarbeiterInnen, in der BH Feldkirchen sind es 65 in acht Bereichen. “Die Teilnahme basiert auf Freiwilligkeit, eine rege Teilnahmein in den moderierten zwei bis vierstündigen Gesundheitszirkeln, sie sollen zwei bis dreimal stattfinden, ist jedoch von Vorteil. „Erfolgreich kann das Projekt nur dann sein, wenn es von allen unterstützt wird und als Chance wahrgenommen wird“, betonte sie. Der zweijährige Zeitplan von 2015 bis Juli 2017 sieht eine Ist-Analyse, Mitarbeiterbefragungen und einen 1. Gesundheitsbericht bis September 2015 vor. Danach erfolgt eine Priorisierung und Planung der Maßnahmen bis Dezember 2015. Von Jänner 2016 bis Jänner 2017 sollen die Maßnahmen umgesetzt werden und von Februar bis Juli 2017 erfolgen die Evaluierung, eine zweite Mitarbeiterbefragung und der 2. Gesundheitsbericht.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Prettner, Abteilung 9, BH Feldkirchen
Redaktion: Michael Zeitlinger 
Fotohinweis: LPD/Peter Just, Philipp Hofmeister