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HCB Görtschitztal: Verzehrwarnung von Fischen aus Abschnitten der Gurk weiterhin aufrecht

10.03.2015
LR Köfer: Ausweitung der Verzehrwarnung aus Vorsorgegründen notwendig
Der für Fischerei zuständige Landesrat Gerhard Köfer verlautbarte heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz, dass auf Grund der Probenergebnisse von Fischen aus der Gurk die bestehende Verzehrwarnung erweitert wird. „Die Fische wurden auf Hexachlorbenzol (HCB), Hexachlorbutadien (HCBD) und Quecksilber getestet. Speziell bei HCBD sind die Werte weiterhin stark erhöht“, so Köfer.

Der Quecksilbergehalt in den Fischen war im lebensmittelrechtlichem Sinn unbedenklich (Grenzwert 0,5mg/kg), überschritt jedoch in jeder Probe die Umweltnorm (0,02mg/kg). Hexachlorbenzol war in allen Proben flußabwärts erhöht, dabei wurde die Umweltnorm überschritten, die lebensmittelrechtlichen Grenzwerte wurden jedoch eingehalten.

Hexachlorbutadien ist in Fischen in der Gurk bereits seit 1993 in beträchtlichen Mengen nachgewiesen. Die HCBD Werte im Muskelgewebe überschreiten die Grenzwerte bei einzelnen Fischproben um mehr als das 10fache. Bei einem täglichen Verzehr von Fischen mit dieser Belastung könnte dies gesundheitsschädliche Folgen haben. Die HCBD Werte in anderen Teilen des Fischkörpers (Innereien, Fettgewebe) sind teilweise noch um ein Vielfaches höher.

„Auf Grund der hohen Belastung mit HCBD, haben wir die seit Jahren bestehenden Verzehrwarnung für Fische aus der Gurk um das Gebiet bis zur Draumündung erweitert. Das Gebiet umfasst den Bereich von der Görtschitz- bis zur Draumündung,“ erklärte Köfer. „Ich ersuche auch, bereits gefangene Fische keinesfalls zu essen bzw. allenfalls über den Hausmüll zu entsorgen.“

Wegen der kritischen Werte forderte Köfer, dass man so rasch wie möglich die Sanierung der Altlast K20 fortsetzt, um die seit Jahren bestehende Grundwasserbelastung zu verringern. „Das Umweltbundesamt hat den Kalkdeponien Brückl I und II nicht grundlos die höchste Prioritätsstufe zuerkannt. Die Sanierung ist schnellstmöglich fortzusetzen. Für Streitigkeiten fehlt sowohl die Zeit als auch das Verständnis“, betonte Köfer.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Gollob/Sternig