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Nationalpark Hohe Tauern präsentierte vielseitiges Angebot

17.03.2015
LR Ragger: Unzählige Möglichkeiten für Natur-Fans - Rückblick und Vorschau auf das vergangene und heurige Parkjahr
Nationalparkreferent LR Christian Ragger und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch präsentierten heute, Dienstag, den Tätigkeitsbericht 2014 und stellten die Schwerpunkte für das Jahr 2015 des Nationalparks Hohe Tauern – Kärnten vor.

„2014 standen 2,75 Millionen Euro zur Umsetzung von nationalparkkonformen Projekten zur Verfügung. Damit konnten wir eine Vielzahl von Aktivitäten umsetzen. Auch im Jahr 2015 verfügt der Nationalpark Hohe Tauern über ein attraktives und vielseitiges Programm“, betonte Ragger.

2014 stand im Zeichen des Auerwildes. In Kooperation mit der Kärntner Jägerschaft wurden einige beispielhafte Maßnahmen umgesetzt, die darauf abzielten, die Lebensräume für diesen scheuen Waldvogel zu verbessern und damit den Bestand langfristig zu sichern. Auch die Umsetzung des Forschungsprojektes „Steinwild in den Hohen Tauern“ mit dem Schwerpunkt Hornvermessung und genetische Untersuchungen wurden fortgesetzt. In den Jahren 2013 und 2014 wurden 61 Steinbocktrophäen vermessen und insgesamt 333 Reviergänge von Nationalpark Rangern durchgeführt.

Besonders erfreulich ist auch, dass unsere vieljährigen Bemühungen zur Wiederansiedelung des Bartgeiers zusehends fruchten. Nach 2012 kann auch 2014 wieder von einer erfolgreichen Freilandgeburt auf der Kärntner Seite der Hohen Tauern berichtet werden.

Auch die Angebote im Bereich der Besucherbetreuung und Bildung fanden großen Anklang. Über 9.200 Schülerinnen und Schüler nahmen an den betreuten Nationalpark-Programmen teil. Auf weitere vier Jahre verlängert wurde die Partnerschaft mit der Neuen Nationalparkmittelschule Winklern. „Die steigende Nachfrage bei den Kinder-und Jugendprogrammen, aber auch die Tatsache, dass im vergangenen Herbst der 10.000ste Klimaschüler gefeiert werden konnte, sind der Beweis dafür, dass wir mit der Bildungsarbeit, die wir als eine wichtige Investition für die zukünftige Generation sehen, richtig liegen“, stellte der Nationalparkreferent fest.

Ein voller Erfolg war auch der achte Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern. Insgesamt 70 WissenschafterInnen durchkämmten im vergangenen Juli das Mallnitzer Seebachtal mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden möglichst vielen Arten zu entdecken. Dabei konnte erstmals der Große Eisvogel innerhalb der Grenzen des Nationalparks Hohe Tauern nachgewiesen werden.

Für das Jahr „2015 stehen rund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit werden eine Vielzahl von Aktivitäten und Maßnahmen in den Hauptgeschäftsbereichen Schutz der Natur, Besucherbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung sowie Forschung und Planung umgesetzt“, so Ragger. Besonders erfreulich sei, dass Kärnten aus dem EU-Förderprogramm für ländliche Entwicklung (ÖPUL) bis zum Jahr 2020 rund 714 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden. Für den Nationalpark Hohe Tauern stehen demnach für zukünftige Projekte ein maximales Fördervolumen von rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Diese können jedoch nur bei entsprechender Eigenmittelausstattung angesprochen werden. Handlungsbedarf werde es im Bereich der Nationalparkinfrastruktur geben. Durch das EU-Förderprogramm besteht die Möglichkeit, wichtige Zukunftsprojekte zu realisieren.

Ein besonderes Highlight stellt die EXPO 2015 in Mailand dar, an der die Nationalpark-Regionen und die Bundesländer der Hohen Tauern mit ihren wesentlichen touristischen Angeboten vertreten sein werden und den EXPO-Beitrag der Republik Österreich, der unter dem Motto „breathe austria“ läuft, entsprechend ergänzen. Neben dem Österreich-Pavillon wird auch das „Alpine Österreich“ - mit seinen knapp 1.000 Dreitausendern - durch den größten Nationalpark Mitteleuropas, den Nationalpark Hohe Tauern, den Großglockner (Österreichs höchsten Berg mit 3.798 m) und seinem nationalen Monument, der Großglockner Hochalpenstraße, repräsentiert sein.

„Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat wird 2015 ein mehrjähriges Monitoring- und Forschungsprogramm erarbeitet, damit langfristig eine konstante Überwachung im Schutzgebiet gewährleitest ist“, teilte Nationalparkdirektor Rupitsch mit. In der kommenden Sommersaison werden über 190 Erlebnisführungen, die von Nationalpark Rangern durchgeführt werden, angeboten. Dazu zählen beliebte Programmpunkte wie die 360 Grad Nationalpark- Panoramatour Mohar, der Gletscherweg Pasterze, Wildtierbeobachtungen im Seebachtal, die Steinbockbeobachtung bei Morgenstimmung, der Panoramaweg Arlhöhe, die Wanderung in das Großelendtal oder der Naturlehrweg Gamsgrube.

I N F O: Der Tätigkeitsbericht 2014 sowie das Jahresprogramm 2015 können kostenlos bei der Nationalparkverwaltung unter der Telefonnummer 048 25 6161 oder auf nationalpark@ktn.gv.at bestellt werden. Zudem stehen sie auch als Download auf www.hohetauern.at zur Verfügung.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Ragger