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Regierungssitzung 3 – HCB-Fonds wird um vier Millionen Euro aufgestockt

24.03.2015
LR Benger: Für nachhaltige Existenzsicherung der Landwirtschaft durch saubere Lebensmittel und der Wirtschaft im Görtschitztal gibt es insgesamt sieben Millionen Euro
Großen Dank an alle, die mitgeholfen haben, die Meisterleistung bezüglich Regelung der HCB-Situation im Görtschitztal zu vollbringen, gab es heute, Dienstag, von Agrarreferent LR Christian Benger beim Pressefoyer im Anschluss an die Regierungssitzung. Eine Aufstockung von vier Millionen sei beschlossen worden, damit gebe es für den HCB-Fonds in Summe sieben Millionen.

„Der letzte Futtermittel-LKW ist am Wochenende gefahren“, berichtete Benger und zog eine Bilanz der gesamten Vorgänge seit Beginn der HCB-Situation im Görtschitztal. Betroffen seien 332 Betriebe in sechs Gemeinden gewesen. Man habe 11.280 Ballen abtransportiert, zwischengelagert und über 7.000 Tonnen Ersatz-Futter geliefert. „Dafür wurden 4.150 Arbeitsstunden von 56 Arbeitern (Maschinenring, Holzarbeiter KLADE) geleistet und 27 Geräte waren im Einsatz.“ Für den Abtransport alleine habe es 870 Fuhren gegeben. In zehn Wochen seien 6.7 Millionen Kilogramm Heu und Silage transportiert worden. „Das ist eine wahre Meisterleistung, dafür gebührt großer Dank“, sagte Benger.

Der Agrarreferent berichtete weiters, dass seit 26. November 2014 811.200 kg Milch entsorgt und verbrannt worden seien. Insgesamt 480 Rinder seien untersucht und davon 289 entsorgt worden. „Das sind 97.827 kg Schlachtkörper“, so Benger. Die derzeitigen Kosten nur für die Veterinärabteilung würden 788.605 Euro betragen. „3,2 Millionen Euro sind bereits für die laufenden Kosten zugesichert, aber wir brauchen noch rund vier Millionen Euro, die heute in der Regierungssitzung beschlossen wurden.“ Dieser zusätzliche finanzielle Aufwand sei durch Sachverständigen-Gutachten erstellt worden. So sei beispielsweise die Fleischvermarktung zum Erliegen gekommen. „Rund 1.000 Rinder aus dem Görtschitztal sind nicht vermarktbar, da der Handel die Schrauben angezogen und den Grenzwert von sich aus herabgesetzt hat“, berichtete der Agrarreferent. Das seien Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro nur für Fleisch-Produkte.

„Das Ziel aller Maßnahmen ist die nachhaltige Existenzsicherung der Landwirtschaft durch saubere Lebensmittel, die Gesamt-Existenzsicherung der Wirtschaft im Tal und der Lebensmittelproduktion in Kärnten“, betonte Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Ulli Sternig