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WIRTSCHAFT

Tag der Kärntner Tourismuswirtschaft: Großer Wandel prägt heimischen Tourismus

24.03.2015
LH Kaiser: Blick auf Interregionalität richten - LR Benger: Kärnten kann nur mit Alleinstellungsmerkmalen punkten
„Damit 2015 ein wirklich gutes Jahr wird. Alles ist gegen Dich - trotzdem kein Grund zum Jammern“, lautete das Motto des Vortrages von Motivationstrainer Hans-Uwe L. Köhler im Rahmen des Tages der Kärntner Tourismuswirtschaft. Er ging heute, Dienstag, im Rahmen der GAST im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser, Tourismuslandesrat Christian Benger Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Spartenobmann Helmut Hinterleitner und zahlreicher Touristiker über die Bühne.

„Der Tourismus und seine Betriebe leisten in Kärnten Großartiges. Wir haben jedoch in den letzten Jahrzehnten in der Tourismusbranche einen großen Wandel erlebt und man muss den Blick nicht auf die Einzigartigkeit, sondern die Interregionalität richten. Ich hoffe, dass das Miteinander und die breite Angebotspalette sich letztendlich durchsetzen“, betonte der Landeshauptmann. Von ihm wurden auch, wie bereits bei der GAST-Eröffnung, die Tourismusschüler Nina Pettauer und Raimund Freithofnig für ihre Aussagen und ihr Bekenntnis zu Internationalität und Sprachen hervorgehoben. „Ihr Mut und Blick in die Zukunft haben mich optimistisch gestimmt.“

Die von Spartenobmann Helmut Hinterleitner angebrachte Kritik an der Steuerreform und Erhöhung der Mehrwertsteuer griff der Landeshauptmann ebenfalls auf. „Ich schätze die Qualität seines Einschreitens für die Sache, nehme Hinterleitners Kritik auf stelle jedoch fest, dass alle ausverhandelten Bereiche in der Bundeskompetenz liegen.“

Benger meinte, dass er mit dem Motto des Köhler Vortrages „Damit 2015 ein wirklich gutes Jahr wird. Alles ist gegen Dich - trotzdem kein Grund zum Jammern“nichts anfangen könne. „Ich bin stolz auf den heimischen Tourismus und seine Touristiker und konnte feststellen, dass bei der heutigen Qualitätssiegelübergabe an 100 Tourismusbetriebe höchster Wert auf Qualität gesetzt wird“, so der Landesrat. Er verhehlt jedoch nicht, dass das Tourismusland Kärnten künftig mehr als Qualität brauche. „Wir werden künftig nicht mit ‚Auch-Kriterien‘, sondern mit Alleinstellungkriterien punkten“, stellte der Tourismusreferent fest. Zudem gab er bekannt, dass die neue Tourismusstrategie bereits in Ausarbeitung sei und in Kürze präsentiert werde.

Wirtschaftskammer Kärnten Präsident Jürgen Mandl kritisierte, dass vielfach die Rahmenbedingungen für Unternehmer nicht stimmen würden. „Von der Steuerreform müssen auch die Unternehmer profitieren“, stellte er fest.

KR Helmut Hinterleitner (Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft) betonte, dass die Steuerreform bzw. die Erhöhung der Mehrwertsteuer der Tourismuswirtschaft zu schaffen mache. Zudem appellierte er, das Tourismusarbeitszeitgesetz zu adaptieren und zu reformieren und die Rahmenbedingungen für Betriebe zu erleichtern.

Dem Tourismustag verfolgten: Messepräsident Albert Gunzer, Messedirektor Erich Hallegger, WKK- Fachgruppenobmann Stefan Sternad, Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse, Klagenfurts Flughafendirektor Max Schintelmeister und Touristikerin Andrea Springer.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LR Benger
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser