News

POLITIK

Mehr Autonomie für Neue Mittelschulen

26.03.2015
LH Kaiser und LSR-Präsident Altersberger: Bundesstunden werden für andere Schwerpunktfächer geöffnet – Gesetzesnovelle ist Meilenstein für positive Weiterentwicklung der NMS
Mehr Autonomie und Gestaltungsspielraum sollen die Neuen Mittelschulen (NMS) bereits ab dem kommenden Schuljahr haben. Nach kurzer Begutachtungszeit soll nämlich im April eine Änderung des Schulorganisations- und des Schulunterrichtsgesetzes im Nationalrat beschlossen werden. Konkret geht es um die vom Bund zur Verfügung gestellten sechs Lehrpersonenstunden pro NMS-Klasse. Sie waren bisher an die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch gebunden. „Durch die Gesetzesnovelle können Kärntens 61 NMS mit 12.640 Schülerinnen und Schülern diese Bundesstunden auch für andere Schwerpunktfächer verwenden, sie an ihre Lehr- und Lernbedürfnisse anpassen“, erklären heute, Donnerstag, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger. Zudem werde die neue Regelung die Kooperation mit allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen erleichtern.

„Mit dem neuen Gesetz wird ein Meilenstein gesetzt, um die NMS positiv weiterzuentwickeln“, betont Kaiser und verweist auf den dann stärker zielgerichteten und bedürfnisgerechteren Mitteleinsatz. Als Vorzeigeprojekt streichen Kaiser und Altersberger die Kooperation zwischen der NMS St. Marein und der HTL Wolfsberg hervor. Pädagoginnen und Pädagogen der HTL halten in der NMS einen technisch innovativen Unterricht, wodurch die Schülerinnen und Schüler nachhaltig eine technische Ausbildung in den Wahlpflichtfächern kennen lernen. „Gerade solche Projekte sind es, die durch die Gesetzesänderung forciert werden können“, meint der Landeshauptmann.

„Das ‚Aufmachen‘ der sechs Bundesstunden wurde speziell auch von Kärnten gefordert, um den schulautonomen Verantwortungsbereich zu stärken“, meint Altersberger und verweist auf eine entsprechende Petition, die er gemeinsam mit den Präsidentinnen und Präsidenten sowie Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der anderen Bundesländer an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek übermittelt hat.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser; LSR Kärnten
Redaktion: Markus Böhm