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Zwei Jahre Zukunftskoalition: Bilanz für den Gesundheits- und Sozialbereich fällt positiv aus

27.03.2015
LHStv.in Prettner: Qualitätssteigerung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz als wichtige Prämissen
Am 28. März 2015 sind es zwei Jahre her, dass die Zukunftskoalition vom Kärntner Landtag angelobt wurde. Aus diesem Anlass zieht Kärntens Gesundheits- und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Freitag, eine Bilanz über ihre Zuständigkeitsbereiche, die sich sehen lassen kann.

„Die Ausgangslage vor allem im Sozialbereich war nicht gerade die beste – zu viele Pflegeheime wurden in zu kurzer Zeit von der Vorgängerregierung gebaut, was uns eine schwache Auslastung beschert hat. Durch die Abschaffung des Pflegeregresses und die Senkung der Pflegestufe für einen leichteren Zugang zu Heimen sowie den ausgerufenen Baustopp, konnte sich die Auslastung in Kärntens Pflegeheimen mittlerweile etwas bessern, aktuell stehen noch ca. 420 Betten leer, in meinem Amtsantrittsjahr waren es noch 600 in ganz Kärnten“, sieht Prettner das Pflegewesen auf einem guten Weg.

Maßgeblich für den Sozialbereich waren in den letzten zwei Jahren Maßnahmen zur Qualitätssteigerung. So konnte bereits die Ausrollung des Programms E-qalin auf ganz Kärnten gestartet werden, das durch messbare Qualitätskriterien die Pflegeheime auf gleich hohe Standards bringen soll. Zudem wurden zahlreiche Projekte initiiert, wie beispielsweise „Gut versorgt im Pflegeheim“, „Aktiv gesund im Alter“ und das Projekt „ambulante geriatrische Remobilisation“.

„Unser Ziel, die pflegerische Landschaft in Kärnten auf einem hohen Qualitätslevel anbieten zu können, wird also konsequent weiter verfolgt“, betont Prettner, die auch die Installierung einer unabhängigen Pflegeanwaltschaft als große Errungenschaft hervorhebt. Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Rahmen des Landesetappenplans konnten alle Arbeitsgruppen konstituiert und erste Vorschläge zur Endbewertung vorgelegt werden.

Im Gesundheitsbereich konnte der jüngste Erfolg, die Einigung auf ein neues Gehaltsmodell für die KABEG-Spitalsärzte, diese Woche erzielt werden. Zudem geht Kärnten als zweites Bundesland mit der Umsetzung der Tabakstrategie zukunftsträchtige Wege, was die Prävention im Hinblick auf Tabakkonsum betrifft. „Die Gesundheitskompetenz der Menschen zu stärken, ist in allen Bereich das Zukunftsthema schlechthin, weshalb hier auch zahlreiche Projekte umgesetzt wurden, wie zum Beispiel die Aktion Saubere Hände, Schulungen oder auch Vorträge und Schwerpunktaktionen über die Gesunden Gemeinden“, so Prettner.

Zudem ist es gelungen, den ärztlichen Bereitschaftsdienst mit breitem Konsens neu zu organisieren. Erreichbar ist dieser unter der Nummer 141 und bringt neben vereinfachten Serviceleistungen für Patientinnen und Patienten auch Arbeitserleichterungen für die Dienst versehenden Ärztinnen und Ärzte mit sich. „Weiteres wichtiges Thema ist die Absicherung der Flugrettung, die öffentlich ausgeschrieben wurde und demnächst zu einem Abschluss gebracht werden soll“, so Prettner.

Als weitere Zukunftsthemen nennt Prettner die zusätzliche Qualitätssteigerung für die Ausbildung von Turnusärzten und auch im Pflegebereich wird das Hauptaugenmerk weiterhin auf der Qualität liegen. „Nach den Prämissen: Sparsam, wirtschaftlich, wirksam und bedarfsorientiert sollen der Gesundheits- und der Sozialbereich kontinuierlich weiterentwickelt werden“, schließt Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb