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KULTUR

Kann Kunst Frieden stiften?

31.03.2015
Die aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift des Landes befasst sich mit dem Thema „Pazifismus und Kunst“ – Friedensforscher und Kunstschaffende kommen zu Wort
Angesichts immer radikalerer Gewalttaten, die die zivilisierte Welt erschüttern, widmet sich die aktuelle Kulturzeitschrift des Landes „Die Bruecke“ dem Pazifismus und der Frage, wie sich dieses Thema in der Kunst wiederfindet.

Den Berichten zum Schwerpunktthema vorangestellt sind zwei spannende Positionen, die die Frage „Kann Kunst Frieden stiften?“ behandeln. Einerseits erläutert die Friedensforscherin Bettina Gruber ihre Meinung und andererseits nimmt der Schriftsteller Dževad Karahasan dazu Stellung, in dem er das Gespräch zur Kunst macht.

In seinem Überblicksartikel definiert Werner Wintersteiner, Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, den Begriff des Pazifismus, beschreibt die historische Entwicklung und kommt zum Schluss, dass die Zukunft dem Pazifismus gehört. Welche große Relevanz dieses Thema in der Kunst hat, zeigen die Beiträge, die sich mit der Darstellung von pazifistischen Inhalten im Tanz, in der Musik, im Film oder in der Literatur beschäftigen. Dabei wird der stille Stand, ein Phänomen des Tanzes und des friedlichen Protestes, geschildert, aber auch Fragen wie zum Beispiel: „Muss man blind sein, um menschlich zu handeln?“, oder jene, ob böse Menschen keine Lieder haben, erörtert.

In der Rubrik Aus.der.Sammlung wird eine Friedenspfeife aus dem Weltmuseum Wien vorgestellt. Der spezielle Name wurde den Tabakpfeifen der nordamerikanischen Indianer gegeben, weil das Rauchen am Ende von Friedensverhandlungen als betont zeremonieller Akt gesetzt wurde.

Weiters werden in dieser Ausgabe in den Beiträgen „Die Wiederkehr der Steine“ und „Armenisch Lesen und Hören – Armenian Spirit“ an historische Gräueltaten und Verbrechen erinnert sowie Beispiele für die künstlerische Aufarbeitung kollektiven Schreckens gegeben.

Neben der Schilderung der cineastischen Höhepunkte des heurigen „Diagonale Filmfestivals“ wird auch die aktuelle Ausstellung „Wege durchs Land“ im Werner Berg Museum vorgestellt, in der die zentrale Bedeutung, die der Kontakt mit der Kärntner Volkskultur für den Künstler Werner Berg hatte, im Mittelpunkt des Interesses steht. Außerdem wird über gelungene Beispiele der Jugendarbeit und Nachwuchsförderung im Bereich der Musik berichtet.

In der Vorlese.Prvo Branje wird die Autorin Philo Ikonya vorgestellt. Sie liest im Rahmen des Denkraum Fresach bei den heurigen Europäischen Toleranzgesprächen (21. bis 23. Mai 2015) aus ihren Texten. Die Buch.tipps geben Einblick in Neuerscheinungen, unter anderem auch zum Schwerpunktthema.

Die Horizonte und die umfangreich aufgelisteten Kulturtermine bieten die gewohnte Bruecke-Servicequalität und verschaffen einen guten Einblick in das kulturelle Leben.


Rückfragehinweis: Unterabteilung Kunst und Kultur
Redaktion: Röttig/Zeitlinger