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POLITIK

Bildungsreform: LH Kaiser mahnt zu konsensorientierter Lösungsfindung

15.04.2015
Bildungsturbo kann nur gezündet werden, wenn Inhalte statt verbaler Anfeindung im Mittelpunkt stehen
Mit einem mahnenden Appell an die Verhandlungspartner für eine Bildungsreform reagierte heute, Mittwoch, Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser auf jüngste Misstöne. Anstatt sich gegenseitig öffentlich anzufeinden, seien beide Seiten, Politik und Lehrervertreter besser beraten, sich aufeinander zu zubewegen und endlich Inhalte in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen.

„Maßnahmen zur Stärkung der Schulautonomie, der Elementarpädagogik, eine noch bessere Sprachförderung, mehr und fairere Bildungschancengerechtigkeit für Kinder aus unterschiedlichen sozialen Schichten oder die in vielen bildungsführenden Ländern längst verwirklichte gemeinsame verschränkte Ganztagesschule – das sind Beispiele dafür, worum es wirklich gehen sollte. Die Bildungsreform auf die Frage zu reduzieren, ob Lehrer und Lehrerinnen zwei Stunden mehr arbeiten sollen oder welche Berufsgruppe bis wann wie viele Stunden für den Job aufwendet, ist schlicht nicht genügend und erweckt den Eindruck, dass es ausschließlich um monetäre Gründe und nicht um eine dringend benötigte inhaltlich-strukturelle Neuausrichtung geht“, so Kaiser, der Mitglied der Bundesreformkommission Bildung ist, abschließend.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger