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HCB: Land Kärnten informiert umfassend

23.04.2015
Landeskoordinator Kreiner: Transparente Information der Bevölkerung und strenge Maßstäbe bei Lebensmittelkontrollen sichergestellt
Zur heutigen Aussendung von Global 2000 zur Causa HCB Görtschitztal stellt Landeskoordinator Albert Kreiner fest, dass seitens des Landes Kärnten in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden unter Einbeziehung der Bevölkerung transparent und umfassend informiert wird. So finden laufend Informationsveranstaltungen des Landes und anderer Institutionen im Görtschitztal statt und im Wege der Gemeinden wird die Bevölkerung darüber informiert, welche Maßnahmen gesetzt werden bzw. gesetzt werden müssen, welche Monitoring-Programme laufen und welche Schlussfolgerungen aus den aktuellen Untersuchungsergebnissen zu ziehen sind.

Hinsichtlich des Verzehrs von Lebensmitteln bzw. Obst und Gemüse wurde bereits ein dreistufiges Verfahren im Jänner der Öffentlichkeit unter Einbeziehung der Medizinischen Universität Wien sowie der NGOs durch Landeshauptmann Peter Kaiser vorgestellt. Dieses Verfahren umfasst die Analyse sowie in weiterer Folge die Risikobewertung durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und zuletzt die umweltmedizinische Beurteilung durch die Medizinische Uni Wien. Losgelöst von den lebensmittelrechtlichen Grenzwerten werden in Kärnten diesbezüglich strenge Maßstäbe gesetzt. Dies sollte auch Global 2000 bewusst sein, zumal für die Bevölkerung insgesamt und für die direkt durch die HCB-Belastung im Blut Betroffenen unterschiedliche Empfehlungen gelten.

Aufgrund der vorliegenden ausreichenden Datenlage soll sichergestellt werden, dass durch die ausgearbeiteten Empfehlungen im menschlichen Körper der Abbau von HCB größer ist als die Neuaufnahme. Gegenwärtig arbeiten Global 2000, Greenpeace, die Medizinische Uni Wien und die Landessanitätsdirektion zusammen, um für diesen Personenkreis weitergehende Ernährungs- und Verhaltensempfehlungen unabhängig von bestehenden Grenzwerten auszuarbeiten.

Hinsichtlich des Wildes im Görtschitztal ist darauf hinzuweisen, dass seitens der Kärntner Jägerschaft ein sofortiger Austausch des Wildfutters bereits im Jahr 2014 durchgeführt wurde. 70 bis 80 Prozent des erlegten Wildes kommt in den Wildhandel, welcher Wildfleisch erst dann übernimmt, wenn es untersucht und einwandfrei ist. Überdies erfolgt auch bei den Direktvermarktern seitens der Kärntner Lebensmittelaufsicht ein verstärktes Untersuchungsprogramm für alle Lebensmittel und Fleischprodukte. Dadurch ist sichergestellt, dass mangelhafte Produkte aus dem Görtschitztal bevor sie zum Konsumenten kommen, zeitgerecht erkannt und entsorgt werden.


Rückfragehinweis: Landeskoordinator Dr. Albert Kreiner