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Gesundheitsreferentenkonferenz: Kärnten setzt sich für mehr Ausbildungsplätze in Humanmedizin ein

29.04.2015
LHStv.in Prettner: Medizinischer Nachwuchs soll abgesichert werden - Gesetzliche Basis zur Umsetzung von PHC-Modellen gefordert - HCB-Grenzwerte neu beurteilen
Bei der Tagung der österreichischen Gesundheitsreferenten heute, Mittwoch, in Baden in Niederösterreich deponierte Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner die Forderung nach einer massiven Aufstockung der Ausbildungsplätze für Humanmedizin. Für diesen Vorstoß gab es breite Zustimmung aus allen Bundesländern.

„Wir wissen, dass der Bedarf in diesem Bereich steigend ist, insofern soll bereits jetzt vorgesorgt werden, indem der medizinische Nachwuchs durch eine Anhebung der bisher 1.560 Ausbildungsplätze abgesichert wird“, betonte Prettner. Die Gesundheitsreferentin brachte neuerlich ihre ablehnende Haltung betreffend die Zugangsbeschränkung zum Medizinstudium zum Ausdruck.

Zudem forderte Prettner mit Zustimmung ihrer Kollegen aus den Bundesländern den Bund dazu auf, die gesetzliche Grundlage zur Schaffung von Primary Health Care-Modellen (PHC) so rasch wie möglich auf Schiene zu bringen. „In Kärnten planen wir mit dem Gesundheitsplan bis 2020 zukunftsweisende Neuerungen, die auch die Installierung von PHC-Centern vorsehen. Um auch die gesetzliche Basis für den offiziellen Startschuss zu haben, müssen die Rahmenbedingungen seitens des Bundes geschaffen werden“, forderte Prettner.

Zudem wurde ersucht, das vom Bund bereits in Aussicht gestellte Ansuchen an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zwecks Evaluierung der Grenzwerte für HCB in Fleisch- und Fleischprodukten zu stellen. Hierbei geht es um eine Neubeurteilung der HCB-Grenzwerte und die Einführung von Aktionswerten.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger