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Regierungssitzung 3 – Görtschitztaler Wiesen und Weiden sind HCB-frei

05.05.2015
LR Benger und LR Holub erfreut über jüngste Probenergebnisse im Görtschitztal - Handlungsbedarf auf Deponie in Brückl – Regierung beschließt EFRE-Programm einstimmig
Ein erfreuliches Ergebnis brachte die amtliche Beprobung von Wiesen und Weiden im Görtschitztal. Die Werte würden demnach eindeutig unter der Wahrnehmungsgrenze liegen. Bedenkliche Messergebenisse gäbe es aber immer noch auf den Anbauflächen rund um das Gelände der Blaukalkdeponie in Brückl. Das wurde heute, Dienstag, in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung von Landwirtschaftsreferent LR Christian Benger verkündet.

„Die Weiden und Wiesen im ganzen Tal sind wieder frei von HCB“, betonte Benger. Die Belastung auf den Feldern rund um die Deponie liege allerdings bis zum Neunfachen über dem Grenzwert. Das sei ein eindeutiger Hinweis darauf, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe. „Das Problem hat sich von Norden nach Süden verlagert“, sagte Benger und betonte, dass eine Sanierung der Deponie unumgänglich sei, um Mensch, Tier und Natur südlich der Donau Chemie zu schützen. Man werde daher die Untersuchungen rund um das Gelände intensivieren, die entsprechenden Maßnahmen würden gerade erarbeitet.

Umweltreferent LR Rolf Holub schlägt in die gleiche Kerbe. „Es muss in die Köpfe der Menschen, dass das Gift weiterhin da ist, und dass ein Verbrennungsstopp allein nicht die endgültige Lösung sein kann“, betonte er. Man könne mit der Sanierung nicht mehr lange warten. „Die Deponie muss gesäubert werden“, so Holub. Derzeit würden verschiedene Möglichkeiten geprüft werden. „Eines ist aber klar. Nichts wird ohne die Bevölkerung des Görtschitztales passieren“, versichert Holub.

Erfreut zeigte sich Benger auch über die Einstimmigkeit des Regierungskollegiums zum eingebrachten EFRE-Programm „Investition und Wachstum in Beschäftigung Österreich 2014-2020“. Insgesamt umfasse das Projekt 66,6 Millionen Euro. 56,8 davon kämen aus der EU, den Rest würden sich Bund und Land Kärnten aufteilen. „Es ist wichtig, dass auch die kleinen und mittleren Unternehmen Zugriff darauf haben“, betonte Benger und zeigte sich zuversichtlich, dass mit diesem Vorhaben die Wirtschaft Kärntens nachhaltig gestärkt werde.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger/ LR Holub
Redaktion: Susanne Stirn