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Regierungssitzung 2 - Mehr Qualität in regionalen Bildungszentren

20.05.2015
LH Kaiser: Mit beschlossenem Entwicklungskonzept sollen ländliche Gemeinde gestärkt werden – Umsetzung der Projekte bis 2018
Die Schullandschaft im Pflichtschulbereich soll der demographischen Entwicklung in Kärnten angepasst werden. Mit dem Ziel die pädagogische Qualität anzuheben, sowie die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern und somit der Abwanderung entgegenzuwirken, werden regionale Bildungszentren angestrebt. Das entsprechende Entwicklungskonzept zur Standortoptimierung im Pflichtschulbereich unter Einbeziehung der vorschulischen Bildung und Musikschulen wurde heute, Mittwoch, den Regierungsmitgliedern präsentiert.

„Es hat sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass ähnliche Beschlüsse letztlich immer zu Akzeptanz und Zufriedenheit aller Beteiligten geführt haben“, betonte LH Peter Kaiser in der an die Regierungssitzung angeschlossene Pressekonferenz. Er stellte sich am Vormittag bereits jenen, die vor der Landesregierung gegen die Zusammenführung mit der Stammschule protestiert hatten. Kaiser sei sich sogar sicher, dass viele der Anliegen für die protestiert wurde, nur mit Hilfe des Entwicklungskonzeptes umgesetzt werden könnten.

LR Rolf Holub, Referent für den Öffentlichen Verkehr, habe im Rahmen der Regierungssitzung die entsprechende Koordination mit dem öffentlichen Verkehr und die Berücksichtigung der slowenischen Volksgruppe angeregt.

Projektvorschläge für die konkreten Schulstandorte seien bereits von einem Expertenteam erarbeitet worden. Diese sollen mit den jeweiligen Schulerhaltern bis 2018 umgesetzt werden. Im Volksschulbereich ist es Ziel, einen Standort pro Gemeinde zu erhalten. Dieser sollte jeweils mindestens vier Klassen und eine Klasse pro Schulstufe erreichen, um den Abteilungsunterricht zu vermeiden. Von einer Zusammenlegung im Sinne der Qualitätssteigerung betroffen sind im Schuljahr 2015/16 die Expositurklassen Dreifaltigkeit, Kremsbrücke, Steinwand, Kamp, Mieger, Radsberg, St. Georgen im Gailtal, Gradenegg, Untermitterdorf, Pölling sowie die VS 5-Mittertrixen, in weiterer Folge im Schuljahr 2016/17 die Expositurklassen Grades, Schwabegg, Einöde, Stockenboi, Pisweg, Rinkenberg sowie die VS Thörl-Maglern. Weiters ist bis zum Schuljahr 2017/18 die Zusammenlegung der Expositurklassen in Wachsenberg sowie in Tiffen mit der jeweiligen Stammschule vorgesehen. Auch im Bereich der Neuen Mittelschulen sollen die Schülerzahlen beobachtet und Entwicklungskonzepte erstellt werden – die Schulsprengelverordnung müsse überarbeitet werden. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen droht mancherorts auch ein Qualitätsverlust an den Musikschulen des Landes. Mit den betroffenen Gemeinden sollen Übergangsregelungen vereinbart werden, die ein Auslaufen einzelner Standorte bis spätestens 2018 vorsehen.

Abhängig von den jeweils integrierten Einrichtungen könnten für den Ausbau der regionalen Bildungszentren Fördermöglichkeiten wie die Bundesmittel für den Ausbau der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen oder für den Ausbau der ganztägigen Schulformen, Umweltfördermittel des Bundes für die thermische Gebäudesanierung, die Inklusionsförderung oder der Kärntner Schulbaufonds in Anspruch genommen werden. Mit einer Optimierung, würden die zu Teil ebenfalls kleinen „Stammschulen“, abgesichert und somit die Stärkung des ländlichen Raumes erreicht werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/ LR Holub
Redaktion: Susanne Stirn