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Zwei neue Natura-2000-Gebiete beschlossen

21.05.2015
LR Holub: Südlicher Seeuferteil des Millstätter Sees und Watzelsdorfer Moos werden zu Schutzgebieten – Kärnten gewinnt damit insgesamt 72,1 Hektar Naturschutzfläche
Über die Ausweisung von zwei neuen Natura-2000-Schutzgebieten kann heute, Donnerstag, Umweltreferent Rolf Holub berichten. Im Zuge der gestrigen Regierungssitzung wurden der südliche Seeuferteil des Millstätter Sees sowie das Watzelsdorfer Moos als Schutzgebiete beschlossen und der Europäischen Union gemeldet.

Das zukünftige Schutzgebiet am Millstätter See liegt in den Gemeinden Seeboden, Spittal/Drau und Ferndorf und besteht aus drei ufernahen Teilbereichen mit einer Breite von 50 Metern und einer Gesamtlänge von rund 7,9 Kilometern am südlichen Seeuferteil. Daraus ergibt sich eine Gesamtfläche von 39,5 Hektar. Grundeigentümer der Flächen sind die Österreichischen Bundesforste. Das Gebiet beherbergt vor allem das schützenswerte „Biegsame Nixenkraut“, eine nach der FFH-Richtlinie geschützte Art.

Das Watzelsdorfer Moos liegt östlich der Stadtgemeinde Völkermarkt und gilt als kalkreiches Versumpfungsmoor. Das ausgewiesene Schutzgebiet erstreckt sich über 32,6 Hektar und befindet sich zum Großteil im Eigentum des Österreichischen Naturschutzbundes. Es beheimatet unter anderem die „Bauchige Windelschnecke“, die als ein typischer Bewohner von kalkreichen Sümpfen und Mooren gilt.

Holub zu den gestrigen Natura-2000-Beschlüssen durch die Landesregierung: „Mit den beiden Gebieten gewinnt Kärnten insgesamt 72,1 Hektar an neuer Naturschutzfläche hinzu. Es ist ein wichtiger und großer Schritt für die Erhaltung weiterer natürlicher Lebensräume und sehr wichtig für den Schutz unserer heimischen Flora und Fauna“.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm