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Gemeinsames Komitee Slowenien-Kärnten tagt am 26. Mai in Kärnten

22.05.2015
LH Kaiser empfängt Minister Erjavec: Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen Kärnten und Slowenien wird in vielen Bereichen intensiviert
Wie Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, mitteilt, wird das Gemeinsame Komitee von Kärnten und Slowenien/skupni odbor am Dienstag, 26. Mai, in Kärnten tagen.
Eine erste Tagung hatte es im April des Vorjahres in Brdo/Slowenien gegeben.

LH Kaiser und der Minister für auswärtige Angelegenheiten, Karl Erjavec, waren zusammengetroffen. Sie hatten sich in einer Erklärung dazu nach zehnjähriger Pause geeinigt, das gemeinsame Organ, welches bis 2004 Kontaktkomitee Slowenien-Kärnten genannt wurde, fortan in das Gemeinsame Komitee Slowenien-Kärnten umzubenennen, um dessen Aufgaben besser zum Ausdruck zu bringen: die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den slowenischen Ministerien und den Referaten der Kärntner Landesregierung. Das Gemeinsame Komitee befasst sich mit gemeinsamen Interessen und will bei gemeinsamen Projekten zu einer effizienteren Zusammenarbeit sowie Synergieeffekten Beiträge leisten.

Auch hatte man sich darauf geeinigt, die Plenarsitzungen einmal pro Jahr abwechselnd in der Republik Slowenien und im Land Kärnten abzuhalten. Die Plenarsitzung wird in der Regel vom Minister für auswärtige Angelegenheiten der Republik Slowenien auf der slowenischen Seite und vom Landeshauptmann von Kärnten auf Kärntner Seite geleitet. In den einzelnen Bereichen erfolgt die Arbeit im Rahmen thematischer Arbeitskreisen das ganze Jahr hindurch.
Slowenien und Kärnten kamen überein, ihre Beziehungen zueinander zu vertiefen. Beide Seiten bekennen sich auch dazu, sich mehr um eine effektivere Zusammenarbeit im Rahmen grenzüberschreitender Projekte und transnationaler Programme zu bemühen. Als Kooperationsbereiche wurden Raumplanung, Verkehr, Energie, Umweltschutz, nachhaltige und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie Katastrophenschutz genannt.

Darüber hinaus soll auch eine Zusammenarbeit in den Bereichen Sozialpolitik und Beschäftigung, Bildung, Wissenschaft, Forschung, Gesundheit, Kultur, öffentliche Verwaltung, Tourismus und Landwirtschaft stattfinden. Im Bereich Verkehr etwa setzt man auf den Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken hinsichtlich der Organisation und Finanzierung des öffentlichen Personenverkehrs sowie um eine engere Verbindung der Verkehrsinfrastruktur auf beiden Seiten der Grenze. Im Bereich Katastrophenschutz soll die Zusammenarbeit bezüglich Informations- und Datenaustausch, der Entwicklung gemeinsamer Aktionspläne bei größeren Ereignissen, der Organisation gemeinsamer Katastrophenschutzübungen, des Austauschs von Fachwissen und bewährter Praktiken forciert werden.

Auch im Bereich Bildung wird die Zusammenarbeit fortgesetzt. So bemüht man sich um eine Vertiefung der Kooperation in den Bereichen Minderheitenschulwesen, Vorschulerziehung, Bildung und Hochschulbildung, wie durch Eingliederung in gemeinsame EU-Projekte, Pilotprojekte für den Austausch von Sprachenassistenten für die Primarstufe, Lehrlingsaustausch und andere verbindende Aktivitäten im Bildungsbereich. Bei Wissenschaft und Forschung wurden die Kontakte zwischen Instituten und Universitäten ebenfalls aufgenommen. Forcieren will man die Zusammenarbeit ebenso auf dem Gesundheitssektor wie in der Bildung, Kultur und Verwaltung, Tourismus und Landwirtschaft.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/kb