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Radfahren gewinnt als Wirtschafts-, Umwelt- und Gesundheitsfaktor weiter an Bedeutung

29.05.2015
Minister Rupprechter, LH Kaiser, LR Benger und LR Köfer bei Österr. Radverkehrsgipfel – Kärnten hat noch Aufholbedarf
 „Mehr Radverkehr“ und damit mehr gesundheitsfördernde und umweltfreundliche Mobilität ist das Ziel des 8. Österreichischen Radgipfels, der gestern und heute, Freitag, an der Universität Klagenfurt stattfindet. Der Radgipfel unter dem Motto „Radfahren aus Lust am Leben“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Landes Kärnten (Abteilung 9) mit klimaaktiv mobi/BMLFUW in Kooperation mit der Stadt Klagenfurt, dem Österr. Städtebund und dem Österr. Gemeindebund. Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutieren über die Synergien zwischen Gesundheit, Umwelt und Verkehr.

Bundesminister Andrä Rupprechter und Landeshauptmann Peter Kaiser, die Landesräte Christian Benger und Gerhard Köfer unterstrichen in einer Podiumsdiskussion heute, Freitag, den Mehrwert durch mehr Radfahren und mehr Radfahrverkehr und zeigten neue Chancen für Kärnten auf.

Der Bundesminister gratulierte dem Land zur Initiative und strich Radfahren als aktiven Klimaschutzbeitrag und als Beitrag zur Energiekostensenkung hervor: „Wir brauchen eine Mobilitätswende hin zu klimafreundlichen Alternativen. Der Radverkehr spielt dabei eine wichtige Rolle und soll bis 2025 österreichweit von 7 Prozent auf 13 Prozent erhöht werden“. Mit dem Masterplan Radfahren 2015-25 werde die erfolgreiche Radverkehrsförderung fortgesetzt. Das klimaaktiv mobil-Programm biete auch Unterstützung und finanzielle Förderungen für umweltfreundliche Mobilität wie Radverkehr an. Auch EU-Mittel sollten vermehrt für Mobilitätsprojekte genutzt werden, so Rupprechter. In Kärnten sei mit der Förderung von 1 Mio. Euro rund 10 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst worden.

Landeshauptmann Peter Kaiser sagte, dass man auch beim Radverkehr Synergien in den Bereichen Tourismus, Verkehr und Gesundheit nutzen sollte. Es gelte angesichts der knappen Kassen Prioritäten zu setzen, um Steuergelder so sinnvoll und vor allem dort, wo es am dringlichsten ist, einzusetzen. Radfahren kann im städtischen Raum auch einen Zeitgewinn bringen, vor allem aber sei es wichtig als Instrument der Bewegung und damit für die Gesundheit. Kärnten habe noch aufzuholen, u.a. könnte auch bei der Universität mehr Platz für Räder geschaffen werden.

Tourismusreferent LR Christian Benger wies auf die diversen Radverkehrsnutzergruppen hin. So habe man in Kärnten an die 2.000 km Mountainbikestrecken geschaffen. Vor allem gebe es auch großartige Möglichkeiten für Familienradfahrten, etwa am Drauradweg. Zum E-Biken beispielsweise biete sich auch Mittelkärnten sehr gut an, wo es auch das entsprechende e-bike-Angebot bereits gibt. Mit dem Raderlebnis sei auch Kultur und Kulinarik in Verbindung zu bringen. Insgesamt sollte dem Thema Rad noch viel mehr Aufmerksamkeit zukommen, denn Radfahren bzw. Radfahrangebote seien für immer mehr Gäste buchungsentscheidend. „Der Gast möchte seine Umgebung erleben, das Rad ist eine Möglichkeit dazu“, so Benger.

Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer sagte, dass das Radfahrland Kärnten sehr aktiv sei, aber man habe noch große Pläne, allerdings nur ein Budget von 2,5 Mio. Euro zur Verfügung. Ein Drittel der Radwege würden bereits Sanierungen benötigen, auch manche Lückenschlüsse sollten dringend gemacht werden. Wie der Landeshauptmann unterstütze auch er die Anregung, bei Straßenbauten im ländlichen Bereich auch gleich das Thema des Mountainbikens, von der Nutzung sowie hinsichtlich Haftungsfragen gleich vorweg mitzudiskutieren bzw. zu integrieren.

Köfer hob den viel beachteten Radgipfel hervor, der viele Impulse für eine positive Weiterentwicklung aufgezeigt und zur Bewusstseinsbildung für die vielen Vorteile des Radfahrens beigetragen habe. Kärnten habe das ehrgeizige Ziel, im Laufe der nächsten Jahre zum Radwegland Nummer 1 zu werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD