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Frankreichs Botschafter auf Antrittsbesuch

01.06.2015
LH Kaiser empfing den französischen Botschafter in Österreich, Pascal Teixeira da Silva – Großes Interesse an Kärnten
Landeshauptmann Peter Kaiser hieß heute, Montag, den Botschafter Frankreichs in Österreich, Pascal Teixeira da Silva, im Amt der Kärntner Landesregierung herzlich willkommen. „Wir freuen uns und fühlen uns über Ihren Besuch geehrt“, so Kaiser. Es war der Antrittsbesuch des Botschafters beim Kärntner Landeshauptmann im Rahmen seiner Tour durch die Bundesländer. Dem Anlass entsprechend wehte heute auch die Trikolore vor dem Regierungsgebäude. Begleitet wurde Teixeira da Silva von seiner Gattin Pascale, von Honorarkonsul für Frankreich in Kärnten, Otmar Petschnig, anwesend war auch NRAbg. Christine Muttonen, Vizepräsidentin der OSZE-Parlamentarischen Versammlung.

Thema des in freundschaftlicher Atmosphäre erfolgten Gesprächs waren die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich, die sich durch Partnerschaft und gute Kooperation auszeichnen. Der Landeshauptmann informierte den Botschafter über die aktuelle Situation in Kärnten und das politische System, über Fragen der Wirtschaft und des Föderalismus sowie des Finanzausgleichs, die den Botschafter stark interessierten, ebenso wie die erstmalige Dreierkoalition in Kärnten und die geplante Reform der Landesverfassung. Er wolle die spezifischen Realitäten und Unterschiede der einzelnen Bundesländer näher kennenlernen, so Teixeira de Silva.

Wie der Landeshauptmann ausführte, fokussiere sich das Land mit seiner hohen Lebensqualität neben der Bewältigung der Krise und dringend notwendiger Strukturreformen auf Innovation und Internationalisierung. Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Ausbildung würden weiterentwickelt. Kärnten biete neue Möglichkeiten als Drehscheibe im Alpen-Adria-Bereich. Kaiser betonte auch die Chancen eines Europas der Regionen durch grenzüberschreitende, interregionale Kooperationsformen. Die Idee der Steuerhoheit könnte zu einem Steuerdumping führen und damit den Ländern und dem Bund wenig nützen, meinte Kaiser. Es gehe darum, die Krise als Chance zu nutzen, durch Strukturreformen und Impulse für die Wirtschaft.

Der Botschafter erklärte, dass seine Aufgaben vor allem darin liegen, die Handelspartnerschaft zwischen Österreich und Frankreich auszubauen, die Attraktivität des Standorts Frankreichs bekannter zu machen und beizutragen, den Tourismus zu intensivieren. Ein wichtiger Punkt sei auch die Förderung der französischen Sprache und Kultur in Österreich.

Honorarkonsul Petschnig – er hat rund 300 Französinnen und Franzosen in Kärnten zu vertreten – hob den guten Draht zwischen der Wirtschaft bzw. Industrie und dem Land hervor. So gebe es vier Mal im Jahr gemeinsame Sitzungen zwischen Landesregierung und Sozialpartnern, was sehr wichtig und erfreulich sei, so Petschnig. NRAbg. Christine Muttonen sprach den Hollande-Plan an, der auf Wachstum, Beschäftigung und Investitionen setze. Nach dem Austausch von Geschenken trug sich der Botschafter in das Gästebuch des Landes ein.

Pascal Teixeira da Silva, Jg. 1957, hatte viele Funktionen bzw. Ämter inne, u.a. war er bei der École Nationale d’Administration, bei der Zentralverwaltung des Außenministeriums (Europa), sowie Botschaftssekretär in Bonn, Botschaftsrat in Moskau, Botschaftsrat bei der Ständigen Vertretung Frankreich bei der UNO in New York, weiters Direktor für Strategieangelegenheiten im Verteidigungsministerium, dann Botschafter in Lissabon und ist seit 2014 Botschafter in Wien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: Büro LH Kaiser