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WIRTSCHAFT

Förderaktion für Kreativwirtschaft angelaufen

05.06.2015
LR Benger: Wirtschaftslandesrat, Wirtschaftskammer und Architektenkammer ziehen an einem Strang – Gemeinsam wird erste Förderaktion für Startups und Kreativwirtschaft finanziert
Als erstes Bundesland startet Kärnten mit einer Förderaktion für Startups und Kreativwirtschaft. Wirtschaftslandesrat Christian Benger, Wirtschaftskammer und Architektenkammer fördern gemeinsam mit der KreativPrämie die heimischen Startups, wenn sie Leistungen der Kreativwirtschaft in Anspruch nehmen. Der große Vorteil: Durch die Zusammenarbeit wird jeder Förder-Euro verdoppelt. Benger hat diese Woche die ersten 13 Anträge unterschrieben. Die Aktion wurde noch vor dem Zahlungsstopp des Landes fixiert.

„Wir haben mit dem Kreativwirtschafts-Scheck innerhalb der Bundesländer zwar die Nase vorn. Insgesamt hinken wir in diesem Thema aber noch hinterher“, fasst Benger die Situation zusammen. Er habe daher die Kreativwirtschaft und die Startups zum wirtschaftspolitischen Schwerpunkt im Jahr 2015 erklärt. „Wir brauchen die Kreativen, die Startup-Szene, damit sich die traditionelle Wirtschaft weiterentwickeln kann. Außerdem schaffen wir mit diesem Wirtschaftsbereich Perspektiven für unsere Jungen“, begründet der Landesrat den gezielten Impuls für Kooperationen zwischen Startups und Kreativen.

In Summe stehen mit der KreativPrämie heuer 105.000 Euro zur Verfügung: 50.000 aus dem Wirtschaftsreferat des Landes, 50.000 von der Wirtschaftskammer, 5.000 von der Architektenkammer. Gründer und Jungunternehmer (bis fünf Jahre Unternehmensbestehen) aller Branchen, die Kreativleistungen in Anspruch nehmen (z.B. Design, Architektur, Grafik, Multimedia,…), erhalten ab einer Mindestprojektsumme von 1.000 Euro (netto) eine KreativPrämie in Höhe von 500 Euro (gedeckelt). „Startups, die in Kreativleistungen investieren, erhalten diese Prämie. Wir erreichen damit einen Mehrfachnutzen: Wir unterstützen die jungen Unternehmen beim Start und zugleich die Kreativwirtschaft, außerdem forcieren wir damit die Vernetzung“, berichtet Benger.

Graphische Gestaltungen, Design, bis hin zu Architekturleistungen und ähnlichem müssen Startups in Anspruch nehmen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Der Call für die KreativPrämie läuft von Mai bis November 2015 bzw. solange die Mittel verfügbar sind, die Abwicklung über das Land Kärnten (Abt. 7).

Kärnten braucht laut Benger junge, kreative Unternehmen, die für frischen Wind und Wachstum sorgen. Die Kreativwirtschaft sei ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Standort Kärnten, weil sie neue Märkte und Wachstumschancen eröffne. „Wir wollen mit diesem klaren Bekenntnis zur modernen Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Kärnten stärken und das Arbeitsplatz-Potenzial erweitern“, so Benger. Insgesamt stehen heuer im Wirtschaftsreferat 215.000 Euro zur Verfügung, um die Verbindung zwischen moderner und traditioneller Wirtschaft zu forcieren und die Möglichkeiten der Kreativwirtschaft und der Startups aufzuzeigen. Die Kreativwirtschaft und die damit verbundenen Dienstleistungen sind für Benger der am dynamischsten wachsende Bereich weltweit. Kreativunternehmen würden neue Technologien und Anwendungen nicht nur im eigenen Betrieb einsetzen, sondern die gesamte Wirtschaft unterstützen.

Zahlen und Fakten zur Kreativwirtschaft:
Deutschland: 250.000 Unternehmen, 145 Milliarden Euro Umsatz, über eine Million Erwerbstätige, 2,4 Prozent der Brutto-Wertschöpfung

Österreich: 40.000 Betriebe, 140.000 Beschäftigte, 20 Milliarden Euro Umsatz, 3,9 Prozent der Bruttowertschöpfung, durchschnittliche Unternehmensgröße von 3,6 Beschäftigten

Kärnten: 1.770 Betriebe, 5.000 Beschäftigte, 480 Millionen Euro Umsatz, 220 Millionen Euro Bruttowertschöpfung


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm