News

LOKAL

NMS Kötschach-Mauthen feierlich eröffnet

09.06.2015
LH Kaiser lobte Vorzeigebezirk Hermagor – Mit dieser Schule wurde Bedeutendes für Schülerinnen und Schüler geschaffen
Im Rahmen eines Tages der offenen Tür wurde heute, Dienstag, die Neue Musikmittelschule in Kötschach-Mauthen eröffnet. Alle Besucher und Ehrengäste konnten sich von der besonderen Atmosphäre der Schule nach der Generalsanierung überzeugen. „Schule ist mehr als ein Ort der Wissensvermittlung, Schule hat sich von Lernraum zu Lebensraum entwickelt“, sagte auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Rede.

„Diese neue Einrichtung ist perfekt gelungen, es wurde Großartiges und Bedeutendes für die Schülerinnen und Schüler geschaffen und bestätigt eindrucksvoll, dass der Bezirk Hermagor sowohl inhaltlich pädagogisch als auch in Sachen Baukonzept ein Vorzeigebezirk ist“, betonte der Bildungsreferent. „Das sind Beispiele, die wir herzeigen können. Und es ist auch ein Ansporn für das Land, Vorhaben gemeinsam anzugehen und zu schaffen“, zeigte sich Kaiser stolz. Er hoffe, dass diese angenehme Atmosphäre, die man schon beim Betreten der Schule spürt, anhält. Zur vielfältigen musikalischen Umrahmung durch die Schuljugend sagte er, dass neben rationalem Wissen Musik mit Emotion, Melodie, Takt und Klangerlebnis besonders wichtig seien. „Heute ist ein großer Tag für Kötschach-Mauthen, den Bezirk Hermagor und für Kärnten“, so der Landeshauptmann.

„Das Bauvorhaben wurde mit Punktlandung und ohne einen Cent an Überschreitung beendet“, sagte Bezirkshauptmann und Geschäftsführer der Karnischen Infrastruktur- und Organisations GmbH (KIOG) Heinz Pansi. Er berichtete über die Bautätigkeiten, an denen 33 Firmen, davon 80 Prozent aus dem Bezirk Hermagor, beteiligt gewesen seien. „Zukunft soll man nicht voraussehen, sondern gestalten“, so der Bezirkshauptmann.

Helmut Haas, Vorsitzender des Schulgemeindeverbands Hermagor, betonte, dass es gelungen sei, beste räumliche Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Er verwies auch auf das Schulzentrum Lesachtal, wo man schon lange, bevor von Zentren die Rede gewesen sei, Optimales für die Kinder des Lesachtales geschaffen habe. „Die generalsanierte und zeitgemäß gestaltete Schule stellt jetzt einen der modernsten Schulstandorte Kärntens dar“, sagte Bürgermeister Walter Hartlieb.

Als ein in die Zukunft gerichtetes Haus, das alle Bedürfnisse abdeckt, bezeichnete Reinhold Pobaschnig (Leiter der Unterabteilung Fondsmanagement, Kärntner Schulbaufonds) die NMS Kötschach-Mauthen. Bezirksschulinspektorin Gabriele Patterer hob das vertrauensvolle und wertschätzende Miteinander sowie die hochwertige pädagogische Arbeit in der Schule hervor. „Das ist jetzt eine Schule mit vielen offenen Räumen, in der kompetenzorientiertes Lernen im Vordergrund steht“, so Schulleiter Walter Köstl.

Moderiert wurde die Veranstaltung von ORF-Lady Sonja Kleindienst. Die Segnung übernahmen der evangelische Pfarrer Hartwig Boek und Dechant Hans-Peter Blümel. Unter den zahlreichen Anwesenden waren auch viele Bürgermeister, Direktoren und Lehrer aus den umliegenden Gemeinden.

Die Generalsanierung des bestehenden Schulgebäudes umfasste Dächer, Fassaden, Wärmedämmung, Elektro-, Sanitärinstallation, Fenster, Akustik, und teilweise auch die Innenausstattung. Auch der Turnsaal wurde generalsaniert. Durch eine Liftanlage wurde eine barrierefreie Erreichbarkeit aller Geschoße geschaffen. Lehr- u. Lernmittel wurden mit interaktiven Tafeln und neuem EDV-Raum auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Es gibt modernst ausgestattete, naturwissenschaftliche und werktechnische Lehrsäle. Die Gesamtinvestitionskosten machten vier Millionen Euro aus, 2,8 Millionen kamen aus Mitteln des Landes Kärnten – Schulbaufonds, 1,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln des Schulgemeindeverbandes. Die Bauzeit betrug zwei Jahre.

Die 287 Schüler der Neuen Musikmittelschule Kötschach-Mauthen werden in 14 Klassen von 43 Lehrern unterrichtet. Seit 1978 ist es eine Schwerpunktschule sowohl in Musik als auch in Italienisch. Sehr viel Wert wird auf Integration gelegt, so werden aktuell zehn Asylantenkinder betreut. Das sportliche Angebot ist groß und richtet sich nach regionalen Gegebenheiten. 2005 erhielt die Schule den Schulsportlöwen des Landes Kärnten für die bewegungsfreundlichste Schule der zehn- bis 14jährigen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: Büro LH Kaiser