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Japans Botschafter zu Gast in Kärnten

10.06.2015
LH Kaiser empfing Makoto Taketoshi – Großes Interesse an Beziehungen zu Kärnten
Landeshauptmann Peter Kaiser hieß heute, Mittwoch, den Botschafter Japans in Österreich, Makoto Taketoshi, im Amt der Kärntner Landesregierung herzlich willkommen. „Wir freuen uns und fühlen uns über Ihren Besuch geehrt“, so Kaiser. Es war der Antrittsbesuch des Botschafters beim Kärntner Landeshauptmann. Mitgekommen waren auch die Gattin des Botschafters, Hitomi Taketoshi, sowie Botschaftssekretärin Saori Mizuno. Weitere Gäste waren Hirofumi Ono und Takuro Nozawa von der Handelsgesellschaft Jetro. Der Botschafter dankte für den Empfang und wies auf die traumhaft schöne Landschaft Kärntens hin.

Sein besonderes Interesse gelte der Forstwirtschaft, den Erneuerbaren Energien und dem Tourismus, erklärte Taketoshi. Weiters sprach er auch die Möglichkeit an, eine Partnerschaft zwischen einer Gemeinde in Japan und einer in Kärnten zu schließen.

Der Landeshauptmann bot mögliche Unterstützung an und sagte sein Bemühen zu, die nötigen Kontakte herzustellen. Weiters informierte er über das politische System und gab wirtschaftliche Eckdaten über Kärnten. Japans Botschafter interessierte sich auch sehr für die aktuellen Probleme Kärntens und Österreichs infolge der Hypo/Heta-Causa wie auch der Arbeitslosigkeit und die politische Situation nach den jüngsten Landtagswahlen. Der Botschafter zeigte sich insgesamt auch etwas verwundert darüber, dass man in Österreich gerne auf hohem Niveau klage.

Der Landeshauptmann machte den hohen Stellenwert der Erneuerbaren Energien in Kärnten deutlich und sprach auch das Triple I an, worauf sich Kärnten fokussiere, also auf Innovation, Internationalisierung und Investitionen. Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Ausbildung würden weiterentwickelt. Kärnten nütze auch seine Möglichkeiten im Schnittpunkt dreier Kulturkreise. Kaiser betonte die Chancen eines Europas der Regionen durch grenzüberschreitende, interregionale Kooperationsformen. Es gehe darum, die Krise als Chance zu nutzen, durch Strukturreformen und Impulse für die Wirtschaft. Das Gespräch verlief in freundschaftlicher Atmosphäre und dem gemeinsamen Bekenntnis, die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Japan, die sich durch Partnerschaft und gute Kooperation auszeichnen, fortzusetzen und zu verstärken. Zwischen den Außenministerien, zahlreichen anderen Fachministerien und den Parlamenten beider Staaten erfolgt seit langem ein kontinuierlicher Meinungsaustausch.

Nach dem Austausch von Geschenken trug sich der Botschafter in das Gästebuch des Landes ein. 2.800 japanische Staatsangehörige leben und arbeiten bzw. studieren in Österreich. 260.000 japanische Staatsangehörige pro Jahr reisen nach Österreich. Mehr als 100 japanische Unternehmen sind auch hier tätig. Österreich gehört zu den bevorzugten Reisedestinationen japanischer Gäste in Europa.

Makoto Taketoshi hatte in Tokio Rechtswissenschaften und in Oxford Wirtschaftswissenschaften studiert. Er war in zahlreichen öffentlichen Institutionen und Ministerien (Bauten, Verkehr, u.a.) tätig. Er war Generaldirektor des Büros für Stadt und Regionalentwicklung, Vizeminister für Land und Infrastruktur, Gastprofessor für öffentliche Politik an der Uni Tokio. Seit 2013 ist Taketoshi Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter Japans in Österreich, Kosovo und der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: Büro LH Kaiser