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POLITIK

Sozialreferentinnen und -referenten tagten in Hall/Tirol

12.06.2015
LHStv.in Prettner: Weiterführung des Pflegefonds sowie Valorisierung des Pflegegeldes gefordert
Bei der Tagung der Sozialreferentinnen und -referenten heute, Freitag, in Hall/Tirol brachte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner wichtige Themen und Anträge von Kärntner Seite ein, die breite Zustimmung durch ihre Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern erfuhren. So ging es einerseits um die weitere Absicherung der Finanzierung der Pflege, indem eine Verlängerung des Pflegefonds, der mit 2016 ausläuft, vom Bund gefordert wird, erläutert Prettner. „Die Finanzierung der Pflege stellt die Bundesländer vor immer größere Herausforderungen, wobei wir in Kärnten eine zusätzliche Ausnahmesituation haben. Als das Bundesland mit der anteilsmäßig größten Bevölkerungsgruppe über 65 Jahren sind wir, wie alle anderen Bundesländer, auf die Mitfinanzierung der zu erwartenden Herausforderungen durch den Bund angewiesen, um Pflege auch in Zukunft in bewährter Qualität anbieten zu können“, so die Sozialreferentin.

Zudem wurde eine Valorisierung des Pflegegeldes gefordert und die Pflegeausbildung Neu besprochen bzw. wie in weiterer Folge mit den neuen Pflegeberufen im BAGS-Schema umzugehen sein wird und welche Auswirkungen die Änderungen auf den extramuralen Bereich haben werden. Durch die Änderungen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes wird es künftig den Pflegeassistenten geben, welcher dem bisherigen Pflegehelfer gleichzusetzen ist, den Pflegefachassistenten, welcher mit dem bisherigen gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege vergleichbar ist sowie Angehörige des gehobenen Dienstes auf (Fach)hochschulniveau. Durch die Erweiterung der Kompetenzen und Abänderungen der Ausbildung sei nun durch das Sozialministerium zu klären, wie diesen Neuerungen auch in der Entlohnung künftig Rechnung getragen werden soll.

Zudem wurde die Forderung nach einer Aufhebung der Bestimmungen hinsichtlich des sogenannten „Krankenhausruhens“ sowie des „Differenzruhens“ im Bundespflegegeldgesetz durch die Sozialreferentinnen und -referenten erneuert. Hierbei geht es um das „Ruhen des Pflegegeldes“, was bedeutet, dass Heimbetreiber während der Zeit eines Krankenhausaufenthaltes ihrer Bewohner kein Pflegegeld erhalten, jedoch trotzdem Personal und Pflegebett vorhalten müssen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm