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Bevölkerung Kärntens wächst erstmals wieder

14.06.2015
LH Kaiser: Erfreuliche Trendumkehr gelungen – Auch Zahl der Geburten leicht steigend – Zuzug wichtig gegen Bevölkerungsverlust
Die Hauptergebnisse der Bevölkerungsbewegung im Jahre 2014 liegen vor. Demnach weist Kärnten mit Stichtag 1. 1. 2015 laut Bevölkerungsregister der Statistik Austria eine Einwohnerzahl von 557.641 auf. Damit ist Kärnten im Verlaufe des Jahres 2014 um nicht weniger als 1.760 Personen oder 0,3 % gewachsen.

Landeshauptmann Peter Kaiser teilte dies heute, Sonntag, mit und kommentiert dieses Ergebnis sehr positiv. „Es ist sehr erfreulich, dass nun eine Trendumkehr gelungen ist, denn in den Jahren zuvor mussten stets stagnierende bis rückläufige Bevölkerungszahlen verzeichnet werden. Den Höchststand an Einwohnern hatte Kärnten übrigens im Jahre 1996 mit rund 562.000 erreicht".

Das Bevölkerungswachstum Kärntens resultiert im Jahre 2014 aus der positiven Wanderungsbilanz, vornehmlich auf Grund der vermehrten Zuzüge aus dem Ausland. Insgesamt sind im letzten Jahr 7.569 Personen aus dem Ausland nach Kärnten zugewandert. Dem stehen 3.814 Personen gegenüber, die ins Ausland weggezogen sind. Somit ergibt sich aus der sogenannten Außenwanderung ein Positivsaldo von 3.755 Personen, die in Kärnten verblieben sind.

Auch die Zahl der Geburten sei wieder leicht steigend, wie der Landeshauptmann weiter ausführt. „Auch diese Trendumkehr ist sehr erfreulich“, so Kaiser. Dies bedeute, dass alles getan werden müsse, um Arbeit und Familie besser zu vereinbaren. Dazu sei es notwendig, das Betreuungsangebot für Kinder und in der Folge für Schülerinnen und Schüler zu verbessern und ganztägig auszubauen.

Mit 4.608 Lebendgeborenen im Vorjahr habe es einen leichten Geburtenanstieg – nach Jahren stagnierender bis rückläufiger Entwicklung – gegeben. Es wurden um 47 Geburten (+ 1,0 Prozent) mehr verzeichnet als im Jahre davor. 2.365 Lebendgeborene in Kärnten waren männlich, 2.243 weiblich. Auf jeweils 100 weibliche Geburten entfielen somit 105 Knabengeburten. Zudem kamen in Kärnten 2.447 Kinder unehelich zur Welt, woraus sich eine Unehelichenquote von 53,1 Prozent (Bundesmittel 41,7) ergibt.

Kärnten verliert jedoch nach wie vor Personen an andere Bundesländer in Österreich, denn die Binnenwanderungsbilanz weist einen Negativsaldo von 957 Personen auf. Aus beiden Komponenten – Außen- und Binnenwanderungen zusammen – ergibt sich für Kärnten ein Nettowanderungsgewinn von 2.798 Personen.

Die Geburtenbilanz weist für Kärnten einen negativen Wert von 1.038 aus. Auf Grund der leicht gestiegenen Geburten, bei gleichzeitig abnehmender Zahl an Gestorbenen, ist dieser Kennwert im Jahre 2014 niedriger als in den beiden Jahren davor. Aus der natürlichen Bilanz ist laut Statistik kein Bevölkerungswachstum zu erwarten, dies kann lediglich auf Grund der Wanderungen erfolgen.

Für die „Abmilderung“ der Folgen aus der künftigen demografischen Entwicklung Kärntens komme auch in den nächsten Jahren den Zuzügen eine zentrale Rolle zu. „Dabei wird auch entscheidend sein, inwieweit es gelingen wird, den Verlusten aus der Binnenwanderung, die zumeist gut ausgebildete Bevölkerungsschichten betrifft, erfolgreich zu begegnen“, sieht Kaiser eine großer Herausforderung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
Landesstelle für Statistik
Redaktion: kb