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Forschungsland Kärnten präsentierte sich vor Europäischer Kommission

17.06.2015
LH Kaiser: Als einziges Bundesland wurde Kärnten eingeladen, seine Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte in Brüssel vorzustellen – LHStv.in Schaunig: Kärntens Innovations-Strategie kann Vorbild sein
Im Rahmen eines Info-Tages zu Österreich in der Generaldirektion Forschung und Technologische Entwicklung der Europäischen Kommission in Brüssel konnte das Bundesland Kärnten, vertreten durch den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF, seine Strategien zu regionaler Innovation präsentieren.

Knapp 80 Milliarden Euro stehen im EU-Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ zur Verfügung. „Kärnten hat kluge Köpfe, das beweist auch die Einladung als einziges Bundesland Österreichs nach Brüssel. ‚Horizon 2020‘ ist ein wichtiges EU-Programm zur Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, ihr Wirkungsgrad greift in alle Lebensbereiche. Es gilt, die finanziellen Mittel bestmöglich in Anspruch zu nehmen“, betonte heute, Mittwoch, EU-Referent LH Peter Kaiser.

„Kärntens Weg vom Innovation Follower in Richtung Innovation Leader wird auch international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt“, betonte Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. War Kärnten in den 1990-er Jahren mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 0,42 Prozent unter den österreichischen Schlusslichtern, zählt es heute mit einer Quote von 2,8 Prozent zu den Top Vier. „Wer es schafft, Betriebe zu neuen Strategien zu ermuntern, aus deren Umsetzung marktfähige Produkte entstehen, wird Erfolg haben. Die Basis ist Förderung von Forschung, Ideen und Entwicklung“, so Schaunig.

In der vergangenen Förderperiode konnten Kärntner Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit 105 Förderverträgen 49 Millionen Euro aus Brüssel abholen. Ziel ist es, diese Zahlen in der aktuellen Periode (2014 bis 2020) zu erhöhen. „Die Chance Kärntens liegt in der Vernetzung“, erklärte Schaunig.

Die Präsentation der „FTI Strategie Kärnten 2020“ vor der Europäischen Kommission führte Verbindungsbüro-Leiterin Martina Rattinger gemeinsam mit KWF-Vertreter Simon Pohn-Weidinger durch. Wir wurden ausgewählt, weil Kärnten in der aktuellen Förderperiode den richtigen Ansatz gewählt hat und einen zukunftsorientierten Weg geht“, so Rattinger.

Die Europäische Union hat als Ziel für 2020 eine EU-weite Forschungsquote von drei Prozent formuliert. Dahin komme Kärnten nur, wenn die europäischen, die nationalen und die regionalen Ebenen gut vernetzt seien. „Kärnten das es mit seiner Forschungs- und Entwicklungsstrategie unter die Top 30 der EU-Regionen gebracht hat, kann hier Vorbildwirkung haben“, ist sich Schaunig sicher.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger