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Sprachförderungs-Initiative des Landes war voller Erfolg

18.06.2015
LHStv.in Schaunig: Fremdsprachenoffensive fördert Qualität der Tourismusbetriebe – Ausweitung auf Gewerbe, Industrie und Gemeinden geplant
Die Fremdsprachenoffensive für Tourismus-Mitarbeiter/innen seitens des Landes in Kooperation mit dem Wifi Kärnten und den Kärntner Tourismusregionen war ein voller Erfolg. Das betonte heute, Donnerstag, Arbeitsmarkt- und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Sie und Andreas Görgei (Wifi Kärnten) sprachen von einem Erfolgsmodell, das weiter fortgesetzt werde.

„Die Tourismusbetriebe haben durch die Förderung der Sprachkompetenz der Mitarbeiter/innen an Qualität gewonnen“, sagte Schaunig. Es sei positiv und notwendig, dass Gäste, die nach Kärnten kommen, hier in ihren jeweiligen Sprachen angesprochen werden können. „Ein erfolgreiches Bearbeiten fremdsprachiger Märkte setzt zumindest Basiskenntnisse in der jeweiligen Fremdsprache voraus“, so Schaunig.

Die Fördermittel seien damit wirkungsorientiert eingesetzt worden, lobte die Finanzreferentin die gute Kooperation mit Wifi, Tourismusverbänden und Betrieben. Die Sprachförderungsangebote seien jeweils rechtzeitig vor den Saisonen und auch vor Ort erfolgt, vom breiten Sprachenangebot seien vor allem Italienisch und Englisch verstärkt nachgefragt worden. Für die Wintergäste könnten wieder andere Sprachen nachgefragt werden. Alle 14 Tourismusregionen haben sich beteiligt, den Schwerpunkt bildeten jene aus Oberkärnten. Angeboten wurden Sprachkurse neben Italienisch und Englisch auch in Französisch, Slowenisch, Kroatisch, Russisch, Tschechisch, Polnisch und Ungarisch.

Nun wolle man die Förderung im Interesse der Auffrischung der erworbenen Sprachkenntnisse fortsetzen. Das Bewusstsein für Sprachkompetenz sei damit auch verstärkt worden. Schaunig plant eine Ausweitung von Sprachförderungsangeboten für Mitarbeiter/innen in den Bereichen Gewerbe, Industrie und auch in den Gemeinden, worüber noch Gespräche geführt werden. Denn Kärnten sei ein Exportland und umso wichtiger seien in den und für die grenzüberschreitenden Kooperationen auch die nötigen Sprachkenntnisse.

Wie Görgei informierte, haben insgesamt 520 Teilnehmer/innen, 40 Kurse besucht, die in der Zeit von November bis April abgewickelt worden seien. Auch beschäftigte Familienangehörige von Tourismusbetrieben konnten teilnehmen. Jeder Kursteilnehmer hatte selbst 30 Euro für den 20stündigen Kurs zu bezahlen. Insgesamt habe die Förderinitiative 75.000 Euro (€ 30.000,-- Arbeitnehmerförderung, € 30.000 Tourismusreferat, 15.000 € Eigenbeiträge Kursteilnehmer) erfordert. Pro Kurs mussten sich mindestens zehn Teilnehmer melden. Diese Mindestzahl habe auch die Kooperation zwischen den Betrieben gefördert, um das Angebot im Interesse der Gäste und der Betriebe realisieren zu können. Sprachkenntnisse vorweisen zu können, sei ein Kriterium, um ein Qualitätssiegel seitens der Kärnten Werbung zu bekommen, sagte Görgei.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: kb
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig