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„Happy Day“ für 60 Kindergarten- und Hortpädagogen

29.06.2015
LH Kaiser überreichte Zertifikate nach erfolgreichem Leitungslehrgang – Appell für mehr Männer als Kindergartenpädagogen
Passend zum freudigen Anlass wurden im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung heute, Montag die 60 Absolventen der Leitungslehrgänge für Kindergarten- und Hortpädagogen/innen am Klagenfurter Institut für Bildung und Beratung (IBB) mit dem Lied „Happy Day“ begrüßt. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser überreichte ihnen die Zertifikate und hob die Wichtigkeit ihrer Arbeit hervor.

„Es liegt mir nicht nur als Bildungsreferent am Herzen, jene Menschen, denen unser wichtigstes Gut anvertraut ist, im Prunkraum des Landes Kärnten zu ehren und ihnen das Gefühl mitzugeben, dass Sie für ihre große Verantwortung hohe Wertschätzung genießen“, betonte der Landeshauptmann. Wie wichtig der elementarpädagogische Bereich in Kärnten genommen werde, würden folgende Zahlen untermauern: „Derzeit werden in den elementarpädagogischen Einrichtungen in Kärnten 19.500 Kinder mit Steuermitteln von 49,2 Millionen jährlich betreut.“ Das sei bei einem Gesamtbudget von 2,2 Milliarden Euro ein nicht unbeträchtlicher Teil, so Kaiser. Zusätzlich seien Bundesmittel in der Höhe von 18,1 Millionen Euro für den Ausbau elementarer Bildungseinrichtungen und zur Schaffung neuer Kinderbetreuungsplätze vorgesehen. Der Landeshauptmann verwies auf das Barcelona-Ziel der Europäischen Union. „Im Interesse der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen langfristig für unter dreijährige Kinder genügend Bildungs- und Betreuungseinrichtungen geschaffen werden, wobei das Ziel bei 33,3 Prozent liegt. Kärnten hat hier vom Jahr 2012 (16,5 Prozent) bis zum Jahr 2014 (19,8 Prozent) aufgeholt. Die Betreuungsdichte bei den Drei- bis Fünfjährigen Kindergartenkindern liege bei 87,5 Prozent.

„Studien belegen, dass sich Kinder, die elementarpädagogische Einrichtungen besucht haben, in den Übergangsphasen wie beispielsweise vom Kindergarten in die Volksschule leichter tun“, berichtete der Bildungsreferent. Bezugspersonen in dieser Phase seien ein wesentlicher pädagogisch unverzichtbarer Teil. „Wird dieser Übergang behutsam und vertrauensvoll gestaltet, nehmen die Kinder Neugier, Freude und ihre positiven Eindrücke aus den elementarpädagogischen Einrichtungen mit.“ Eines seiner wichtigen Ziele sei es zudem, mehr Männer für das Berufsfeld Kindergartenpädagogik zu interessieren.

„Wir sind in der glücklichen Lage, einen Landeshauptmann zu haben, der die Bildungsinstitutionen von der Krippe bis zur Uni begleitet und der die so bedeutsame Arbeit in den elementarpädagogischen Einrichtungen zu schätzen weiß“, sagte IBB-Geschäftsführer Gerald Salzmann.

Von den 60 Absolventen, die heute ihre Zertifikate bekamen, sind 22 bereits leitend tätig (19 leiten einen Kindergarten, drei einen Hort). Diese nutzten die 160 Unterrichtseinheiten zur Fortbildung, die anderen sind durch das Zertifikat nun ebenfalls zur Ausübung einer Leitungsfunktion in einer Kinderkrippe, einem Kindergarten oder einem Hort berechtigt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Gruppe „Sound of Church“.

Infos unter www.ibb-bildung-beratung.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotos: LPD/fritzpress