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POLITIK

Regierungssitzung 3 – Beschlüsse zu Naturschutz und Erneuerbarer Energie

30.06.2015
LR Holub: Klagenfurt bekommt neues Natura-2000-Schutzgebiet – Förderungsrichtlinie „Erneuerbare Wärme“ wird verlängert und adaptiert

Aus seinem Referatsbereich berichtete heute, Dienstag, Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub im Anschluss an die Regierungssitzung. Die Ausweisung eines Natura-2000-Schutzgebietes sowie die Verlängerung der Förderungsrichtlinie „Erneuerbare Wärme“ seien vom Kollegium der Landesregierung beschlossen worden, teilte Holub mit.

„Damit bekommt Klagenfurt ein neues Natura-2000-Schutzgebiet“, so Holub. Mit dem heutigen Beschluss würden 6,85 Hektar rund um den Ziegelteich bei Hörtendorf als Natura-2000-Schutzgebiet an die Europäische Kommission gemeldet: „Eine sehr erfreuliche Maßnahme für den Kärntner Naturschutz“, sagte Holub. Die „bauchige Windelschnecke“ gelte in diesem Gebiet als besonders schützenswert, hinzu kommen noch verschiedene schützenswerte Amphibien- und Fledermausarten, die rund um den Ziegelteich ihren Lebensraum haben.

In der Sitzung mit den Sozialpartnern sei von Holub hinsichtlich des Natura-2000-Vertragsverletzungsverfahrens und der Ausweisung notwendiger Schutzgüter Unterstützung eingefordert worden. Die drohenden EU-Sanktionen würden gemeinsame Anstrengungen benötigen, um die notwendigen Schutzgüter bis Ende des Jahres melden zu können. Ansonsten würden hohe Strafzahlungen drohen: „Es ist eine gemeinsame Verantwortung und erfordert eine gemeinsame Kooperation, damit Kärnten seine Naturschutzziele erfüllen kann“, so Holub.

Mit der Verlängerung der Förderungsrichtlinie „Erneuerbare Wärme“ bis 31. Dezember 2015 könnten die Förderungen von thermischen Solaranlagen, Holzheizungsanlagen sowie von Errichtungen und Anschlüssen von Fernwärme weiterlaufen: „Bis Ende Juni erwarten wir in der Energieförderung über 200 Förderungsanträge bei thermischen Solaranlagen, über 300 Anträge bei Holzheizungsanlagen sowie rund 250 Anträge für die Förderung von Fernwärmeanschlüssen“, strich Holub die Bedeutung der Richtlinie hervor. Ein Großteil der geförderten Anlagen befinde sich dabei in Wohngebäuden.

Sowohl die Wohnbauförderungsrichtlinie als auch die Richtlinie für die Energieförderung sollen im nächsten halben Jahr entsprechend dem Energiemasterplan adaptiert werden. Damit würden die neuen Förderrichtlinien für die Antragsteller einfacher und übersichtlicher. Doppelgleisigkeiten im Bereich der Wohnbauförderung und Energieförderung würden abgeschafft. Für Fragen stehe die Energieservicestelle des Landes zur Verfügung. Das Land verfolge mit der Verlängerung und Adaptierung der Förderungsrichtlinie für Erneuerbare Wärme weiterhin konsequent eine Energieeffizienz-Steigerung sowie die Reduktion von CO2-Emissionen und Luftschadstoffen.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Sternig