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Regierungssitzung 4 - Atomkraftwerk Krško soll stillgelegt werden

30.06.2015
LR Holub: Landesregierung beschloss Resolution gegen Laufzeitverlängerung und Ausbau des slowenisch-kroatischen Atomkraftwerks
Die Kärntner Landesregierung hat sich heute, Dienstag, klar gegen Sloweniens Pläne in der Atomkraft ausgesprochen. Auf Initiative von Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub beschloss das Regierungskollegium eine Resolution, die sich deutlich gegen die geplante Laufzeitverlängerung von Krško 1 bis 2043 und gegen einen möglichen Bau von Krško 2 ausspricht: "Kärnten verfolgt mit dem Energiemasterplan das Ziel einer hundertprozentigen Versorgung aus Erneuerbaren Energien. Auch das slowenische Energiekonzept setzt sehr stark auf Erneuerbare Energien. Umso unverständlicher ist das Festhalten Sloweniens an der Atomkraft, die gerade im Fall von Krško ein völlig unnotwendiges Risiko für die gesamte Alpe-Adria-Region darstellt", so Holub nach der Regierungssitzung. Bekanntermaßen befinde sich Krško auf einer starken Erdbebenlinie und weise bereits heute teils grobe Sicherheitsmängel auf.

"Kärnten ist selbstverständlich bereit, Slowenien in Form einer grenzüberschreitenden Kooperation und gemeinsamen Projekten in seinen erneuerbaren Energiezielen zu unterstützen. Die Alpen-Adria-Region braucht sichere sowie ökologische Energiestrategien und auf gar keinen Fall eine Fortführung der Atomkraft. Das Atomkraftwerk Krško gehört so rasch wie möglich vollkommen stillgelegt", stellte Holub klar.

Mit der beschlossenen Resolution wird die Österreichische Bundesregierung aufgefordert, in konkrete Verhandlungen mit der Republik Slowenien zu treten, für die Stilllegung des Atomkraftwerks einzutreten und die Republik Slowenien von einer Laufzeitverlängerung sowie von den Plänen eines Ausbaus abzubringen: "Slowenien muss sich – genauso wie Kärnten – voll und ganz auf Erneuerbare Energieversorgung konzentrieren. Mit einem unsicheren Atomkraftwerk wird die gemeinsame Region für die kommenden Generationen belastet", so Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Sternig