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Verlagsförderung kann freigegeben werden

06.07.2015
LR Benger: Bekenntnis zur Verlagslandschaft bleibt aufrecht – 50.000 Euro fließen an sieben Kärntner Verlage
Die ARGE Buchverlage hat dieser Tage die Information über die Verlagsförderung für 2015 erhalten. Bisher verhinderte der Zahlungsstopp die Zusagen an die Kärntner Verlage, heuer sind für sie 50.000 Euro budgetiert. „Das Bekenntnis zur heimischen Verlagslandschaft bleibt selbstverständlich aufrecht. Wir haben einen offenen Weg für die Fördervergabe beschritten. Die Verlage leisten mit ihrer Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Geisteslebens Kärntens“, sagte Kulturreferent LR Christian Benger heute, Montag.

Sieben Kärntner Verlage müssten heuer wieder mit 50.000 Euro ihr Auslangen finden. Im Vorjahr hat der Kulturlandesrat den Literaturschwerpunkt ausgerufen, daher sei die Verlagsförderung 2014 auf 100.000 Euro angehoben worden. Vertreter der Kärntner Verlage, der IG Autorinnen Autoren, sowie die Kulturabteilung des Landes hätten transparente Förder-Richtlinien erarbeitet. Grundlage für die Berechnung einer Förderung seien vier Kriterien. So müssten beispielsweise Firmensitz und Verlagstätigkeit seit mindestens drei Jahren in Kärnten sein und mindestens drei Publikationen im Jahr gegeben sein. „Durch die enge Zusammenarbeit mit allen Betroffenen, konnte ein offener Kriterienkatalog erarbeitet werden, der die Bedürfnisse der Verlage sowie der Autorinnen und Autoren berücksichtigt und der Transparenz in jeder Hinsicht bietet“, so Benger.

„Kärnten kann zweifellos als Land der Literatur bezeichnet werden. Immerhin hat das Land seit 1945 eine große Anzahl der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller hervorgebracht“, sagte der Kulturreferent. Daher sei im Jahr 2014 ein neues „Großes Arbeitsstipendium für Literatur“ in Kooperation mit dem Robert-Musil-Institut eingerichtet worden. Der literarische Schaffensprozess sei mit 13.200 Euro auf eine Laufzeit von zwölf Monaten unterstützt worden. Weiters sei die Sammlung des Kärntner Literaturarchivs erweitert worden, mit dem Ziel, das literarische Erbe des Landes zu erhalten und zu dokumentieren. Im Vorjahr habe es für den Ankauf von Vor- und Nachlässen erstmals ein Budget von 160.000 Euro gegeben.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig