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Land- und Forstwirtschaft: Schadenserhebungen nach Unwettern laufen

09.07.2015
LR Benger: Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen, im Forst und ländlichen Wegenetz – Agrarbauhöfe stehen für Aufräumarbeiten parat
„Noch gestern Abend sind alle Maßnahmen angelaufen, um mit der Schadenserhebung und den Aufräumarbeiten nach den Unwettern in Kärnten rasch beginnen zu können. Schäden an landwirtschaftlichen Flächen sind großteils durch die Hagelversicherung abgedeckt. Es gibt weitere Schäden im Forst und am ländlichen Wegenetz“, fasst heute, Donnerstag, Agrarlandesrat Christian Benger zusammen. Vor allem betroffen seien die Bezirke Villach-Land, Hermagor, aber auch Feldkirchen und Klagenfurt-Land. Derzeit werde der Schaden in der Landwirtschaft auf rund 3,5 Mio. Euro geschätzt.

Betroffen sind laut Benger Getreide- und Mais- sowie die Sojaflächen, aber auch der Garten- und Obstbau und das Grünland. 9.000 Hektar Fläche habe das Hagelunwetter verwüstet. Vor allem die Getreide-Ernte, die jetzt vor der Tür stand, sei vernichtet, ebenso Soja. Ernteausfälle von bis zu 100 Prozent müssten verzeichnet werden. Vier Mio. Euro beträgt die Prämienleistung für die Hagelversicherung alleine aus Kärnten. Eine Mio. Euro davon zahlt das Land, eine Mio. Euro der Bund und zwei Mio. Euro die Landwirte.

„Auch im Forst rechnen wir durch den Sturm mit bis zu 70.000 Festmetern Schadholz. Zum Vergleich: Auf einen Holztransporter gehen rund 30 Festmeter Holz“, rechnet Benger vor. Die Erhebung und die Aufräumarbeiten laufen auch hier, vor allem weil umgestürzte Bäume Stromleitungen gekappt haben.

Im ländlichen Wegenetz werden jetzt ebenfalls die Schäden festgestellt. Es liegen zahlreiche Meldungen über Murenabgänge und Abrisse vor. „Unsere Mitarbeiter in den Agrarbauhöfen sind informiert und stehen parat. Mann und Maschine warten auf ihren Einsatz, die Bauleiter sind bereits vor Ort und legen den Maßnahmenkatalog fest“, berichtet Benger.

Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde der Gartenbau. „Die Glashäuser sind komplett zerstört und die Pflanzen und Blumen ebenso. Da ist eigentlich nichts mehr, für jeden einzelnen Unternehmer schlichtweg eine Katastrophe“, so Benger. Die Versicherung decke zwar den Schaden ab, aber es gehe auch um die Arbeit und das Engagement im Beruf. „Alles kann man mit Geld nicht abdecken, wenn man vor den Trümmern seiner Arbeit steht. Unsere Unternehmer sind mit Herz dabei“, so Benger.

Der Agrarreferent wird morgen, Freitag, in Abstimmung mit der Hagelversicherung, der Forstabteilung sowie der Landwirtschaftsabteilung und den Agrarbauhöfen vor Ort bei den Unternehmern und in den Gemeinden Nötsch und Feistritz im Gailtal sein.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger