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WIRTSCHAFT

Wirtschaftsmission in Swerdlowsk 1 - Kärnten intensiviert Zusammenarbeit mit russischer Region

10.07.2015
LR Benger: Kärnten präsentierte sich auf größter Industrie- und Wirtschaftsmesse - Zusammenarbeit im Tourismus, russische Gäste für Kärnten
Swerdlowsk, seit 2007 Partnerregion von Kärnten, ist die drittgrößte Industrieregion Russlands (von 89) an der Grenze von Europa nach Asien. „Unter der neuen Kärntner Landesregierung wurde der Kontakt wieder intensiviert. Schon im Vorjahr wurden während des CEE Wirtschaftsforums in Velden mit einer Delegation um Gouverneur Jewgeni Kuiwaschew weitere Kontakte sichergestellt“, berichtete heute, Freitag, Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Er ist gerade mit einer Kärntner Delegation aus Swerdlowsk zurückgekehrt.

Während der offenen und konstruktiven Gespräche in Velden wurde von russischer Seite nämlich hohes Interesse an einem weiteren Ausbau der Beziehungen zur Kärntner Wirtschaft signalisiert. Auch im Tourismus, im Energie- und Hochschulbereich oder auch im Gesundheitswesen und in der Kultur soll der Austausch intensiviert werden. Der Kärntner Gegenbesuch fand in dieser Woche im Rahmen der Innoprom, der größten Industrie- und Wirtschaftsmesse der Region um Swerdlowsk, statt. Am Montag startete die Delegation, gestern, Donnerstag, erfolgte der Rückflug. Neben Benger waren Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Kärntner Landesholding-Vorstand Ulrich Zafoschnig sowie zehn Kärntner Firmenvertreter dabei. Entwicklungsagentur Kärnten-Geschäftsführerin Sabrina Schütz-Oberländer stellte gemeinsam mit der österreichischen Ansiedelungsagentur ABA den Wirtschaftsstandort Kärnten einem größeren Publikum auf der Innoprom vor.

Am ersten Tag des Swerdlows-Besuches fand ein Treffen mit dem Präsidenten der örtlichen Handelskammer, Andrea Besedin, statt. Mit Elmira Tukanova, der Leiterin der Agentur für Tourismusentwicklung, sprach man am zweiten Tag der Reise. „Das Interesse, zusammenzuarbeiten, ist groß. Immerhin gelten die russischen Gäste auch als zahlungskräftige Zielgruppe“, so Benger. Vor allem die Bevölkerung aus dem Gebiet des Ural verdiene überdurchschnittlich gut und würde laut Erfahrungsberichten auch im Urlaub überdurchschnittlich viel ausgeben. Sightseeing, Shopping, Kulinarik, Schifahren und alles rund um das Thema Gesundheit seien für russische Gäste buchungsentscheidend und Kärnten könne das bieten. „Ich sehe eine große Chance für die Alpen-Adria-Region. Der Flughafen Jekaterinburg ist der Hub vom Osten nach Europa mit 5,5 Mio. Passagieren. Er ist der drittgrößte Flughafen nach Moskau und St. Petersburg mit rund 100 Verbindungen“, wies Benger hin. Er sprach in dieser Runde auch die Einladung aus, dass Reiseveranstalter und Reisebüros (es gibt ca. 2.000 im Ural) Kärnten besuchen. Tukanova nahm die Einladung an und möchte auch die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Kärnten gerne kennenlernen. Kärnten wurde bei diesem Termin eingeladen, die drittgrößte Tourismusmesse „Bolschoi Ural“ zu besuchen, um sich dort als Tourismusdestination zu präsentieren.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger