News

WIRTSCHAFT

Wirtschaftsmission in Swerdlowsk 2 – Kooperationen in Wirtschaft und Bildung

10.07.2015
LR Benger und Kärntner Wirtschaftsdelegation trafen Minister für Außenwirtschaft und Rektor der Ural Uni - Zusammenarbeit mit Holzkompetenzzentrum, Technologieparks, Uni und Fachhochschule besprochen
Auch am zweiten und dritten Tag des Swerdlowsk-Besuches der Kärntner Wirtschaftsdelegation stand die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kärnten und der russischen Region am Plan. Die Delegation traf mit dem Minister für außenwirtschaftliche Beziehungen, Andrej Sobolew, zusammen. „Kärntens Wirtschaft ist in vielen Bereichen ein Vorbild für die Region. Die innovative Industrie, die gut entwickelte Forstwirtschaft oder die Technologieparks fallen besonders ins Auge“, berichtete darüber heute, Freitag, Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Kärnten zähle immerhin zu den Top 30 Regionen in der EU bei Wissenschaft und Entwicklung. „Kärnten ist nicht nur Hypo und Heta. Kärntens Wirtschaft leistet weit über die Grenzen hervorragende Arbeit“, so Benger.

Swerdlowsk legte in dem Gespräch mit Minister Sobolew einen Maßnahmenkatalog vor, mit dem das bereits vorhandene Abkommen zwischen den beiden Regionen in eine konkrete Umsetzung gebracht werden soll. „Die russischen Partner sind unter anderem an einer Kooperation zwischen der Forsttechnischen Universität und dem W3C Holzkompetenzzentrum in St. Veit interessiert, aber auch an einem Austausch mit den Technologieparks in Klagenfurt und Villach“, so Benger. Minister Sobolew und Benger kamen weiters überein, ein Arbeitssystem unter Beteiligung der jeweiligen Wirtschafts- und Handelskammern, der Industriellenvereinigungen und Firmen aufzusetzen, das eine effiziente Umsetzung des Arbeitskatalogs gewährleisten soll. In jährlichen Treffen, abwechselnd in Kärnten und Swerdlowsk (z.B. CEE Forum und Innoprom), soll der Fortschritt beim Ausbau der Beziehungen ausgewertet werden.

Benger schlug weitere Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Kultur vor. So werde es auch beim 5. Treffen der russisch-österreichischen Kommission im Herbst in Moskau ein Ausbau der kulturellen Aktivitäten in jenen Städten und Regionen geben, wo bereits Partnerschaftsabkommen vorhanden sind.

Bei einem weiteren Termin traf die Delegation den Rektor der Ural Universität, Viktor Koksharow. Die Ural Federal University zählt zu den Top 10 Universitäten Russlands und ist in internationalen Rankings gut platziert. Als eine von 14 Unis des russischen Exzellenzprogramms besteht das Ziel, unter die Top 100 aller Hochschulen weltweit zu kommen. Für ausländische Studierende, die ihre Masterarbeit oder ihre Promotion gemeinsam mit der Ural Universität abschließen, stehen Stipendien bereit. Österreich zählt zu den zehn aktivsten Partnerländern, was gemeinsame wissenschaftliche Publikationen betrifft. Mit der Uni Klagenfurt existiert eine Partnerschaft, im aktuellen Semester studierten vier Russen in Klagenfurt und im nächsten Wintersemester werden fünf Studierende aus Jekaterinburg ihr Auslandssemester in Klagenfurt absolvieren. Auch mit der Fachhochschule Kärnten wurde nun eine Kooperation geschlossen, die einen Austausch von Studierenden und Lehrenden vorsieht, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Management sowie Engineering und IT.

WK-Präsident Jürgen Mandl hat ein neues Exzellenzstipendium in Zusammenarbeit mit der Ural Universität zugesagt, um die Beziehung nach Swerdlowsk zu stärken. „Exzellenz und Internationalisierung sind Grundvoraussetzungen für Erfolg. Daher liegt es auf der Hand, die begonnene Kooperation konsequent fortzuführen. Die Ural Uni wird eine Liste mit 20 neuen Forschungsprojekten aufbereiten und wir werden eine Beteiligung der Kärntner Uni und der FH prüfen“, so Benger dazu.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger