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Beachvolleyball-EM: Kärnten wird zum Nabel der Sportwelt

13.07.2015
Sportreferent LH Kaiser: Beachvolleyball ist seit 20 Jahren ein Exportschlager – 26 Stunden live-TV Übertragung in ORF und ORF Sport+
Im Klagenfurter Seeparkhotel fand heute, Montag, die Auftaktpressekonferenz zur Beachvolleyball-Europameisterschaft statt. Sie geht vom 28. Juli bis 2. August am Metnitzstrand der Landeshauptstadt über die Bühne. Im Rahmen des Pressegespräches nahmen Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, EM-Organisator Hannes Jagerhofer, Stefan Potyka (Vizepräsident ÖVV), Kärnten Werbung- Chef Christian Kresse, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und Stadtrat Otto Umlauft bzw. die Beachvolleyballteams Clemens Doppler/Alexander Horst, Xandi Huber/Robin Seidl und Barbara Hansel/Stefanie Schweiger zur EM Stellung. Erstmalig wurden auch die EM-Pools präsentiert.

Mit dem Beachvolleyball-Grand Slam und der nunmehrigen zweiten Europameisterschaft verfügt Kärnten seit 20 Jahren über einen Exportschlager, auf den man stolz sein kann. Er bewegt Massen und sichert dem Sport und dem ganzen Land eine unbezahlbare mediale Präsenz“, betonte der Landeshauptmann. Kaiser teilte auch mit, dass man bereits in Arbeitsgruppen daran arbeite, die Sportveranstaltung in Kärnten zu halten. „Wir haben dazu die moralische Verpflichtung“, so der Sportreferent. Erfreulich sei für Kärnten auch die Tatsache, dass es immer mehr junge Menschen gebe, die Beach- und Volleyball spielen würden.

EM-Organisator Hannes Jagerhofer gab einen Rückblick der letzten 20 Jahre. „Seit damals geht es nach oben. Beachvolleyball hat seine Berechtigung, da der Sport, die Infrastruktur und das Entertainment passen. Viele Städte auf der Welt hätten gerne so ein Produkt wie in Klagenfurt“, erklärte er. Jagerhofer erklärte auch, warum er weiterhin keinen Eintritt verlangen werde. „Netto bleiben uns 100.000 Euro. Mit einem Eintrittsticket kommen bestimmte Zuschauer nur zu bestimmten Spielen. Die Interaktion in Klagenfurt ist seit Beginn einzigartig“, begründete er sein Eintritts-Nein.

ÖVV-Vizepräsident Stefan Potyka hob die Nachwuchsarbeit des Verbandes hervor. „Wir brauchen Vorbilder, die Jugend muss motiviert werden. Unsere Hoffnungsträger sind neben den Topteams Doppler/Horst und Schwiger/Hansel derzeit Winter/Petutschnig und Eglseer/Müllner bei den Herren bzw. Schützenhofer/Plesiutschnig bei den Damen.

Kärnten Werbung-Chef Kresse plädierte für eine zeitnahe Abhaltung der großen Events Ironman, Starnacht und Beachvolleyball. „Es gibt bereits erste intensive Gespräche darüber, um die Sommerhauptsaison zu entlasten“.

Ziel von Mathiaschitz und Umlauft ist ebenfalls eine Bündelung der drei Veranstaltungen. „Wir denken darüber nach die drei großen Events, Ironman, Beachvolleyball und Starnacht, terminlich so aufeinander abzustimmen, dass die Infrastruktur nur einmal aufgebaut und für alle drei Veranstaltungen genutzt werden kann. So käme es auch zu einer Entlastung der Ostbucht und der Bevölkerung“, betonte die Bürgermeisterin. Beide Stadtpolitiker gaben ein klares Bekenntnis zum Beachvolleyball ab. „Klagenfurt war Geburtshelfer der Veranstaltung. Sie lebt und hat Perspektive“.

Hochgesteckt sind die Ziele der drei österreichischen Top-Teams. Österreich stellt in den acht Pools der Top 32 jeweils vier Herren- und Damenteams. Clemens Doppler/Alexander Horst im FIVB-Ranking derzeit auf Rang neun, sind im Pool D topgesetzt und geben sich selbstbewusst. „Wir spielen um den Titel, 15 Teams können um ihn mitspielen“. Für die Lokalmatadore Xandi Huber/Robin Seidl (Pool B) ist die EM ideal, da sie keine Quali spielen müssen. „Wir trainieren doppelt, damit die Form bis zur EM passt“, gaben beide bekannt. Steffi Schwaiger, vor zwei Jahren mit Schwester Doris Europameisterin, ist mit Babsi Hansel durchaus eine Medaille zuzutrauen. Wir haben mit Pool H eine tolle Auslosung erwischt. Ziel ist für uns die Olympia Qualifikation“, so Schweiger.

Die europäische Beach-Elite hat erneut an Dichte gewonnen. Zwei Teams aus Deutschland, zwei aus Italien, den Niederlanden, drei aus Polen und Samoilovs/Smedins, die Top-Paarung aus Lettland, zählen laut Österreich Coach Robert Nowotny ebenfalls zum engeren Favoritenkreis.

Die zweite EM in Klagenfurt kann mit einigen Neuerungen aufwarten. Die Spieler betreten den Court erstmals über die Smart Tribüne, mit Pauken und Trompeten. Zum 20. Jubiläum des Klagenfurter Beach-Fests, wurden neu installierte Rooftop Seats gegenüber der VIP-Tribüne errichtet. Sie sind ab sofort auch tageweise ab Donnerstag buchbar. Der ORF überträgt auch in diesem Jahr wieder rund 26 Stunden live auf ORF eins und ORF SPORT+. Das Damenfinale wird am Samstag, 1. August um 14 Uhr gespielt. Das Herren-Finale am Sonntag, 2. August um 14.45 Uhr.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis:LPD/Gert Eggenberger