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Regierungssitzung 5 - Weiterer Schülerrückgang wirkt sich auf Lehrerstellen aus

14.07.2015
LHStv.in Prettner: 160 Stellen weniger – Kooperation von Kabeg und AUVA soll jährlich 4,6 Mio. Euro einsparen
LHStv.in Beate Prettner informierte heute, Dienstag, über die Regierungssitzung. Sie vertrat den Landeshauptmann, der am Vormittag nach Brüssel zum Jubiläum des Hauses der Regionen nach Brüssel gereist ist. Prettner sprach über den Rahmenplan, der für den Fall von hochinfektiösen Krankheiten wie etwa Ebola beschlossen wurde. Weiters wurde über die bis 2020 geplante Fusion von Klinikum (Kabeg) und Unfallkrankenhaus (AUVA) berichtet.

Diese Fusion, die österreichweit einmalig sei, soll geplante Investitionskosten von 17 Mio. Euro einsparen sowie eine jährlich Einsparung von 4,6 Mio. Euro jährlich bringen. Noch werde geprüft, ob eine bauliche Erweiterung des Klinikums notwendig sein wird oder ob man mit einem bestehenden Baubestand das Auslangen finden werde.

Auch zur Blaukalkdeponie in Brückl nahm die LH-Stellvertreterin Stellung. Hier werde aus mehreren Möglichkeiten in Kooperation mit der Med-Uni Wien um die beste Lösung gerungen, um die Gesundheit der Bevölkerung sowie gesunde Lebensmittel und Konsumentensicherheit sicherstellen zu können.

Zentrales Thema war der Rückgang der Schülerzahlen. Damit sind auch Lehrerstellen in den Fach- und Pflichtschulen betroffen. Nur im landwirtschaftlichen Bereich gebe es einen Schülerzuwachs. Wie Prettner sagte, werde es im kommenden Jahr 437 Lehrlinge weniger geben. Ziel sei es, das Berufsschulstandortkonzept bis 2020 umzusetzen.

Bei den Pflichtschülern beträgt der Rückgang 936 Schüler/-innen, was bedeutet, dass der Bund um 90 Lehrerstellen weniger finanzieren wird. Da viele befristete Arbeitsverträge auslaufen bzw. nicht mehr verlängert werden, würden insgesamt 160 Stellen reduziert werden, sagte Prettner. Die Zahl der Lehrer soll demnach von 4.056 auf 3.896 reduziert werden, was laut Plan des Bundes noch immer einen Lehrerüberhang von 386 darstelle. Diesen Überhang brauche man aber vor allem wegen des gestiegenen pädagogischen Förderbedarfs und um die generelle Bildungsqualität zu erhalten.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: kb