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Kärntner Landeswappen für Villacher Alpenstraße

17.07.2015
LH Kaiser und LR Ragger hoben Panoramastraße als einmaliges Ausflugsziel hervor - Vorbildhafte Symbiose von Naturpark und Tourismus
 Exakt ein halbes Jahrhundert nach ihrer Eröffnung feierte die „Villacher Alpenstraße“ heute, Freitag, ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einem Festakt auf 1.732 Metern Höhe - auf der Rosstratte am Dobratsch. Dem Anlass entsprechend und als glanzvollen Start in das neue Jahrzehnt, verlieh Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Naturparkreferent Landesrat Christian Ragger und Landtagspräsident Reinhart Rohr das Landeswappen an die Villacher Alpenstraßen Fremdenverkehrs GmbH, vertreten durch Aufsichtsratschef Ministerialrat Alexander Mazurkiewicz.

Villacher Alpenstraße-Geschäftsführer Johannes Hörl hieß die vielen Ehrengäste willkommen und gab einen Rückblick auf die Alpenstraße, die seit 2002 auch in das Schutzgebiet des Naturpark Dobratsch führt. Unter den Gästen sah man auch AK-Präsident Günther Goach, Bezirkshauptmann Bernd Riepan, die Touristiker Christian Kresse und Thomas Michor sowie Naturschützer Klaus Kugi. Auch zwei Zeitzeugen, die ins Baugeschehen involviert waren, waren anwesend: Horst Pacher und Heinz Kittel. Für Gesang und Musik sorgten die Sängerrunde Fellach-Oberdörfer und die Jagdmusik Villach.

„Die ‚Villacher Alpenstraße‘ ist mit bis zu 130.000 Besuchern in den Sommermonaten nicht nur eines der wichtigsten Ausflugsziele in Kärnten, sondern seit Jahrzehnten ein verlässlicher Auftrags- und Arbeitgeber in der Region und hat sich durch regionale Partnerschaften mit Grundeigentümern und Touristikern zu einem bedeutenden Naherholungszentrum für die Bevölkerung in und rund um Villach, sowie der angrenzenden Gemeinden entwickelt“, sagte der Landeshauptmann. Kaiser wies auch auf die wichtige und bedeutende Rolle für den lokalen und regionalen Tourismus hin. „Damit sind die Voraussetzungen zur Führung des Kärntner Landeswappens für die Villacher Alpenstraßen-Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H., insbesondere im Hinblick auf die Verdienste um die Wirtschaft, Sicherheit und Kultur im Lande Kärnten, gegeben“, so der Landeshauptmann.

Vor 50 Jahren, am 17. Juli 1965, habe die Eröffnung dieses Projektes große Schlagzeilen gemacht, ebenso zwei Tage später etwa die Eröffnung des Montblanc-Tunnel. Solche Projekte wie die Alpenstraße hätten auch die Wiege für den sanften Tourismus gelegt, erklärte der Landeshauptmann. Er dankte Geschäftsführer Hörl, der ein verlässlicher Partner sei und bei dem man spüre, wie sehr ihm Kärnten ans Herz gewachsen sei.

National- und Naturparkreferent Ragger wies darauf hin, dass die Erschließungspläne des Dobratsch schon über hundert Jahre zurückreichen, was den Weitblick der einstigen Verantwortlichen zeige. Nun habe er den Plan, den Dobratsch „nach Europa hinauszutragen“, sagte Ragger. Denn er wolle eine grenzüberschreitende Kooperation des Naturparks mit weiteren in Kroatien, Slowenien und Italien unter dem Motto „vom Meer zum Berg“ ins Leben rufen. Er dankte allen vier Naturparkgemeinden (Arnoldstein, Villach, Nötsch und Bleiburg) und Beteiligten und meinte, dass es naturgemäß nicht immer leicht sei, alle Interessen unter einen Hut zu bringen.

Villachs Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner sprach in Vertretung von Bgm. Günther Albel und meinte, dass die Nachfrage das Angebot veredelt habe. Diese Alpenstraße sei eine Aussichtsstraße erster Kategorie mit Dreiländer-Blick. Auch Bleibergs Bürgermeister Christian Hecher hob die Schönheit und Wichtigkeit der Straße hervor. Sie diene der Almbewirtschaftung und auf diese Weise auch dem Tourismus.

Die Villacher Alpenstraßen-Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H. (VAG) wurde vor über einem halben Jahrhundert am 3. Oktober 1960 gegründet. Gründungsauftrag war die Erschließung des Dobratsch. Die Pläne und Projektideen erstreckten sich vom Bau einer Bergstraße bis hin zur Errichtung von Seilbahnen. 1965 wurde die „Villacher Alpenstraße“ eröffnet. Sie kostete 23 Millionen Euro (Geldwert 2006), überwindet 1.202 Höhenmeter, ist 16,5 Kilometer lang, sechs Meter breit und ganzjährig befahrbar.

Rund 5,5 Millionen Gäste frequentierten seitdem die schöne Panoramastraße, die von Villach-Möltschach bis zur Rosstratte auf 1.732 Metern Seehöhe auf den Dobratsch, Kärntens ältestes Naturschutzgebiet führt. Die Villacher Alpenstraßen-Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H. lenkt alle mit der Erschließung der Villacher Alpe (Dobratsch Gebiet) und ihrer Umgebung für den Fremdenverkehr zusammenhängenden Geschäfte, insbesondere die Erhaltung und den Betrieb der Bergstraße. Der Reiz, den die Panoramastraße mit ihren überraschenden Ausblicken ausübe, sei bis heute ungebrochen, stellt auch Bundespräsident Heinz Fischer in der Festbroschüre "50 Jahre Villacher Alpenstraße" fest.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig/kb 
Fotohinweis: LPD/fritzpress