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Nationalpark Hohe Tauern präsentierte Infrastrukturprogramm 2015-2020

27.07.2015
LR Ragger: Nationalpark wird zukunftsfähig gemacht – Investitionsvolumen beträgt 2,5 Millionen Euro
In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellte heute, Montag, Nationalparkreferent LR Christian Ragger mit den Bürgermeistern der Nationalparkgemeinden Mallnitz, BR Günther Novak, Großkirchheim, Peter Suntinger und Heiligenblut, Josef Schachner sowie Nationalparkdirektor Peter Rupitsch das Nationalpark-Infrastrukturprogramm 2015 – 2020 vor.

Bei der neunten Sitzung des Nationalparkkuratoriums wurde ein umfangreiches Infrastrukturprogramm für die Bereiche Tourismus, Naturerlebnis, Bildung und Verwaltung einstimmig beschlossen. „Das zweistufige Maßnahmenprogramm des Kärntner Nationalparkfonds für die Projekte ‚Neubau Parkdirektion Großkirchheim‘, ‚Ausstellungen und Seminare Nationalparkzentrum Mallnitz‘ sowie ‚Steinbockausstellung Heiligenblut‘ umfasst ein Investitionsvolumen in Höhe von 2,5 Millionen. Euro. Durch Synergieeffekte und Effizienzsteigerung können so jährlich rund 200.000 Euro eingespart werden“, informierte Ragger.

Möglich wird die Realisierung der Projekte durch optimale Ausnutzung der Finanzierungsmöglichkeiten, die sich aus dem laufenden EU-Förderprogramm „Ländliche Entwicklung 2014 – 2020“ ergeben. Der Nationalparkreferent und die Bürgermeister der Nationalparkgemeinden sind sich einig darüber, dass diese Projekte nicht nur für die weitere Entwicklung des Nationalparks Hohe Tauern wichtig sind, sondern auch ein dringend notwendiger wirtschaftlicher Impuls für das Mölltal sind. In Zukunft sind auch Kooperationen mit den Universitäten Wien und Klagenfurt geplant. „Neben den klassischen Seminaren wollen wir auch universitäre Lehrgänge anbieten und so den gesamten Nationalpark aufwerten“, ließ Ragger wissen.

Bürgermeister Schachner begrüßte die Neuausrichtung und sieht eine große Chance für die gesamte Region. „Die Zukunft liegt in der Qualität der Strukturen“, so Schachner. Bürgermeister Novak freut sich über die Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre und unterstrich, dass das Konzept im Sinne der Betriebe der Nationalparkgemeinden ausgearbeitet wurde. „Da gerade die ländlichen Regionen besonders von Abwanderung betroffen sind, freut es mich, dass wir hier diesen wichtigen Impuls setzen konnten“, so Novak. Bürgermeister Suntinger merkte an, dass der einstimmige Beschluss aller beteiligten Nationalparkgemeinden wichtig war, um ein positives Signal für die Entwicklung der ländlichen Region zu setzen. Nationalparkdirektor Rupitsch führte aus, dass in Absprache mit den anderen Nationalparkbundesländern Salzburg und Tirol klar herausgestrichen wurde, dass Kärnten seine bestehende Kompetenz in den Bereichen Bildung und Steinbockforschung zu vertiefen habe.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Ragger