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KULTUR

Dürer Ausstellung, Teil zwei, in Gmünd eröffnet

27.07.2015
LR Benger: Zweiter Ausstellungsteil der grafischen Meisterwerke in Stadtturmgalerie zu sehen
„Kunst und Kultur sind keine Frage des Zentralraumes. Die Künstlerstadt Gmünd ist der beste Beweis dafür, dass sich kulturelles Engagement in den Tälern und Regionen lohnt“, betonte Kulturlandesrat Christian Benger anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Stadtturmgalerie Gmünd, wo es seit vergangenen Freitag Albrecht Dürers grafisches Meisterwerk in zwei Teilen zu sehen gibt.

„Mein besonderer Dank gilt der Obfrau der Künstlerstadt Gmünd, Heidi Penker und der Geschäftsführerin, Erika Schuster. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich auch bei dieser Dürer-Ausstellung ein neuer Besucherrekord anbahnt“, erklärte Benger. Immerhin werde das Hauptwerk eines der größten Künstler weltweit im Original zu erleben sein.

Benger sieht die Künstlerstadt Gmünd aber auch aus touristischer Sicht. Als eines der bedeutendsten Kulturzentren schaffe es Gmünd auch den Tourismus anzukurbeln und Gäste in die Region zu locken. Das Urlaubsverhalten der Gäste habe sich drastisch verändert. „Damit entspricht Gmünd voll dem Gästetrend. Denn die Gäste wollen ihr Urlaubsland erkunden, erleben und kennen lernen. Kunst und Kultur sind genauso entscheidend wie Kulinarik“, betonte Benger.

Mit weiteren 30 Originalkupferstichen und Holzdrucken Albrecht Dürers geht diese erfolgreiche Ausstellung „Dürer in Gmünd“ in die zweite Runde. Bis 4. Oktober 2015 sind neben vielen Arbeiten Dürers seine drei wohl berühmtesten Druckgrafiken zu sehen: Die drei sogenannten Meisterstiche: „Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)“, 1513, „Hieronymus im Gehäus“, 1514, und „Melencolia I“ (Die Melancholie), 1514. Über keine Druckgrafik Dürers ist mehr geschrieben worden und sie sind es, mit denen Albrecht Dürer die grafischen Möglichkeiten des Kupferstiches an ihre äußerste künstlerische und technische Grenze geführt hat.
„Wenn man bedenkt, dass nahezu jeder Student der Kunstgeschichte sich im Laufe seines Studiums mit diesen drei Meisterstichen Dürers auseinandersetzen muss oder vielmehr darf, ist es umso beindruckender, dass wir hier in Kärnten dieses Hauptwerk eines der größten Künstler weltweit im Original erleben dürfen“, so Schuster.

Die Ausstellung stelle laut Heidi Penker einen neuen Höhepunkt in der Ausstellungsgeschichte der Künstlerstadt Gmünd dar. Die Stadtturmgalerie, als einer von zehn Ausstellungsorten, die der Verein Kulturinitiative Gmünd in der Künstlerstadt Gmünd Jahr für Jahr mit neuen Ausstellungen bespielt, sei zum wichtigsten Ausstellungsort bildender Kunst in Oberkärnten geworden.

Mit ihrem umfangreichen Ganzjahreskulturprogramm hat sich die Stadt Gmünd in den letzten Jahren im ganzen Land als Künstlerstadt einen Namen gemacht. Gmünd ist zu einem überaus lebendigen Kulturzentrum in der gesamten Region geworden und gilt in Österreich mittlerweile als Best Practice Beispiel regionaler Stadtentwicklung durch kulturelles Engagement. Damit ist die Künstlerstadt einer der wichtigsten Kulturveranstalter Kärntens und beinahe ein Ganzjahreskulturanbieter (240 Veranstaltungs- und Ausstellungstage).


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger