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Regierungssitzung 8 - Kärnten erhöht Spieler- und Jugendschutz

28.07.2015
LR Ragger: Novelle bringt zahlreiche Neuerungen – Verbot für Personen unter 18 Jahren – Umfassende Aufzeichnung über Spielverhalten
 Die heute von der Kärntner Landesregierung einstimmig beschlossene Novelle des Kärntner Totalisateur- und Buchmacherwettengesetzes war besonders wichtig, da dadurch der Jugend-und Spielerschutz massiv verschärft werden konnte. „Es freut mich, dass wir mit diesem Beschluss nun mögliche Lücken für Illegalität geschlossen haben und gleichzeitig eine deutliche Erhöhung des Spieler- und Jugendschutzes erreichen konnten“, zeigt sich Landesrat Christian Ragger zufrieden.

Eine wesentliche Neuerung umfasst Ausweiskontrollen in allen Wettbüros. „Da der Jugendschutz in diesem Bereich wesentlich ist, haben wir dafür Sorge getragen, dass niemand unter 18 an den Wetten teilnehmen darf“, zeigt Ragger auf. Für all jene, die mehr als 100 Euro für eine Wette einsetzen, wird künftig verpflichtend eine eigene Wettkarte ausgestellt werden. Auch muss jedes Unternehmen, das Wettterminals betreibt, in Zukunft ein elektronisches Wettbuch führen.

„Auf diese Weise werden die Identität jedes Wettkunden sowie alle Wettvorgänge in zeitlich lückenloser und fortlaufender Reihenfolge festgehalten. Die Wettbüros werden verpflichtet, Kunden, die häufig und intensiv spielen und bei denen daher der Verdacht besteht, dass sie damit ihr Existenzminimum gefährden, ein Beratungsgespräch anzubieten und sie zu sperren“, informiert Ragger.

Im Gesetz wird auch festgelegt, dass bestimmte Wetten nicht erlaubt sind, vor allem solche, die nach allgemeinem sittlichem Empfinden die Menschenwürde gröblich verletzen. Auch Live-Sportwetten, welche im Zusammenhang mit Wettskandalen kritisiert worden sind, werden untersagt. „Mit dieser Gesetzesänderung trägt das Bundesland Kärnten einem umfassenden Spielerschutz Rechnung“, schließt Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/kb