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Gesundheitsland Kärnten nicht krankreden

31.07.2015
LHStv.in Prettner: Kärntens Gesundheitswesen ist nicht „ineffizient“ und schon gar nicht „krank
Einen Tag nachdem die Kärntner Wirtschaftskammer Kärntens Gesundheitswesen als „krank“ gebrandmarkt hat, stellte sich heute, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStvin Beate Prettner einmal mehr vor das „Gesundheitsland“ Kärnten und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Insbesondere die Behauptung mangelnder Effizienz wies Prettner zurück: Konkret seien fünf Bundesländer teurer was die summierten Ausgaben des Landes und der Krankenversicherung pro Einwohner betreffe. Und auch den Vorwurf des „Reformunwillens“ lässt die Gesundheitsreferentin so weder gelten noch stehen. Immerhin seien allein im vergangenen Jahr fast fünf Millionen Euro im Krankenanstaltenbereich eingespart worden und der Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten werde die Kostensituation weiter verbessern. Dazu komme: Die von der Wirtschaftskammer ins Treffen geführten Bundesländerzahlen seien so nicht vergleichbar und deshalb als Argumentationsgrundlage „unbrauchbar bis unseriös“.

Die gestrige Pressekonferenz habe jedenfalls über weite Strecken fatal an den Gesundheitsökonomen Christian Köck erinnert, der das Gesundheitswesen vor genau 15 Jahren als „fettes Schwein“ verunglimpft hatte. „Als Gesundheitsreferentin aber auch als Ärztin erwarte ich mir mehr Sensibilität im Umgang mit diesem ‚wichtigsten aller öffentlichen Bereiche“, so Prettner. Zudem sei der Wirtschaftskammer ins Stammbuch geschrieben, dass dieser Bereich in Gesamtösterreich nicht auf Gewinn ausgerichtet sei. Man könne in Ruhe über vieles reden, politische „Quacksalberei“ sei aber vollkommen Fehl am Platz. Und das beginne schon bei der Wortwahl im Titel einer Pressekonferenz, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.n Prettner
Redaktion: Passegger/Zeitlinger