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KULTUR

Planbarkeit für Kunst und Kultur

04.08.2015
LR Benger: Einreichtermine für Kunst- und Kulturinitiativen für das Förderjahr 2016 werden ins heurige Jahr vorverlegt, damit Kulturschaffende planen und arbeiten können

„Not macht erfinderisch – wir müssen in Anbetracht des Sparkurses und der Vorgaben der Finanzabteilung mehr Phantasie entwickeln, damit Kunst und Kultur weiterhin stattfinden können“, sagte heute, Dienstag, Kulturreferent LR Christian Benger.
Eine weitere Vorgabe der Finanzabteilung neben dem Sparkurs sei aber, keine Mehrjahresverträge mehr abzuschließen, auf Grund der nicht planbaren Situation durch die Landeshaftungen bei der Hypo bzw. Heta. „Weil Kulturschaffende aber planen und organisieren müssen, ziehen wir nun die Einreichtermine für Projekte und Initiativen für das Jahr 2016 auf Oktober und November 2015 vor. Ab diesem Zeitpunkt werden die Anträge bearbeitet, was sonst erst im laufenden Jahr 2016 passieren würde“, erläutert Benger.

Konkret bedeutet das, dass Museen für ihre Förderungen die Anträge ab 31. Oktober einreichen und alle anderen Sparten am 30. November ihre Ansuchen abgeben können. Dazu gehören Wissenschaft, Archiv, Theater, Musik, Tanz, Literatur usw. „Voraussetzung ist aber immer, dass das Vorjahr, falls es eine Förderung gegeben hat, ordentlich nach den gesetzlichen Bestimmungen, abgerechnet wurde. Das gilt für alle gleich und ist aus meiner Sicht ein Grundprinzip im Umgang mit öffentlichen Geld“, weist Benger hin.

Die Anträge werden nach Einlangen auf die Richtigkeit der Angaben und deren Nachvollziehbarkeit hin geprüft. Die Richtlinien und die Anträge stehen zum Download auf www.kulturchannel.at. Vor allem die Richtlinien für Förderungen seien damit transparent dargestellt. Ebenso auf der Homepage für alle ersichtlich der Kulturbericht für das Jahr 2014.

Für das Jahr 2015 können noch Förderanträge bis 30. September 2015 abgegeben werden .

In der Kultur werde im Jahr 2016 generell in Strukturen gespart, wie beispielsweise beim Sachaufwand des Landesmuseums. Weiters wird die Sanierung des Freilichtmuseums in Maria Saal auf 2 Jahre ausgedehnt, werden Druckwerke und Agenturleistungen gestrichen, wie für den Kulturherbst. In Summe werde laut Benger damit rund 1 Mio. Euro eingespart, ohne dass bei den aktiven Kulturschaffenden gekürzt wird. „Wenn man will, geht alles, ohne dass wir mit dem Rasenmäher drüber fahren“, so Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch