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Kärntner LEADER-Regionen stellten ihre Schwerpunkte vor

04.08.2015
EU-Referent LH Kaiser: 23,5 Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2020 optimiert eingesetzt werden um periphere Regionen mit Leben zu erfüllen

LEADER steht für die Vernetzung und Entwicklung der Wirtschaft der Regionen in Europa und ist im Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums verankert. Seit 1991 werden innovative Aktionen zur Entwicklung der Wirtschaft im ländlichen Raum aus diesem Ansatz gefördert. Im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung präsentierten heute, Dienstag, die sechs Kärntner Leader Regionen EU- Referent LH Peter Kaiser und Beamten der Landesverwaltung ihre Erfahrungen bei Projekteinreichung und Abwicklung bzw. stellten ihre Schwerpunkte für die Förderperiode 2014 bis 2020 vor. Einhelliger Tenor aller Regionsvertreter: Mit ihrem Know-how wollen sie künftigen Initiativen und Projektideen auf die Beine helfen.

"Für Kärntens LEADER-Regionen (Villach Umland, Großglockner/Mölltal-Oberdrautal, Nockregion-Oberkärnten, die Regionalkooperation Unterkärnten bzw. die Regionen Hermagor und kärnten:mitte) stehen bis zum Jahr 2020 insgesamt 23,5 Millionen Euro an LEADER-Förderungen zur Verfügung. „Sie sollten angesichts des Diktats der knappen Kassen optimiert eingesetzt werden, um die peripheren Regionen mit Leben zu erfüllen, aber auch eine nachhaltige Wirkung gegen das Triple A (Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Armut) erzielen", betonte der Landeshauptmann. Leitbilder und Strategien seien Entscheidungshilfen für die Arbeit in den Gemeinden, aber auch für die regionale und überregionale Planung. „Das Wesentlichste dabei ist, alle nachhaltigen Maßnahmen aufeinander abzustimmen und stets das große Ganze im Auge zu haben", betonte der EU Referent und dankte gleichzeitig allen Regionsvertretern für ihr Engagement. Ebenso erinnerte Kaiser daran, dass Kärnten in den letzten 20 Jahren 800 Millionen Euro von der EU lukrierte.

Peter Fercher und Kurt Rakobitsch (Regionalentwicklung, Amt der Kärntner Landesregierung) hoben die gut organisierte und strategische Arbeit in den Regionen seit 20 Jahren hervor. Die Qualität der Bewerbungen als LEADER-Region habe bei allen sechs Regionen gezeigt, dass Kärnten führend sei bei den Projekten. In der Förderperiode 2007-2013 wurden 128 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 23,2 Millionen Euro genehmigt. Für diese Projekte wurden 12,9 Millionen Euro an Förderungen ausbezahlt.

Einig waren sich alle Bürgermeister und Regionalmanager, dass es speziell im Bereich der Widmungen zu einem Bürokratieabbau kommen müsse. Größte Herausforderung für alle Regionen in den nächsten Jahren werden die demografischen Veränderungen, die Abwanderung und die Überalterung sein. St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock schlug vor, Kärntenweit ein Projekt für alle sechs LEADER-Regionen zu initiieren. Außerdem plädierte er dafür, dass die Netzwerkbildung und Nachhaltigkeit noch mehr ins Auge gefasst werden sollte.

Der Obmann der Regionalkooperation Unterkärnten, Frantschachs Bürgermeister Günther Vallant, berichtete, das ein Förderungsschwerpunkt in der Regionalkooperation Unterkärnten bis zum Jahr 2020 die Facharbeit bzw. Lehrlingsausbildung sein werde, da die Region über keine Universität bzw. Fachhochschule verfüge. Paternions Bürgermeister Alfons Arnold (Region Villach Umland), Spittals Bürgermeister Gerhard Pirih (Region Nockregion-Oberkärnten) und Stalls Bürgermeister Peter Ebner (Region Großglockner/Mölltal-Oberdrautal) wollen die Zusammenarbeit aller Regionen weiter forcieren. „Die gegenseitige Befruchtung und der Wissenstransfer sind wichtig“, waren sich alle drei einig. Hermagors Bürgermeister Siegfried Ronacher (Region Hermagor) verwies auf die grenzüberschreitenden und interregionalen Projekte mit Italien.

I N F O und Rückfragehinweis: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 3 Gemeinden und Raumordnung – Unterabteilung Orts- und Regionalentwicklung, Mießtalerstrasse 1, 9020 Klagenfurt, Telefon: +43 (0)50536-13155, Fax: +43 (0)50536-13150.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser